Böser Scherz - oder doch nicht?

Hochhäuser: Letzter Ausweg aus der Wohnungsnot?

Hochhäuser in Parks - ein Kommentar

Nein, es werden keine Parks mit Hochhäusern bebaut. Wir können Sie beruhigen, liebe Leserinnen und Leser. Noch. Anscheinend war unsere erfundene Geschichte über die Grausamkeiten beim Wohnungsbau so nah an der Realität, dass es viele geglaubt haben. Etliche Leser riefen an, schimpften und fragten, ob das stimmt. Wir hörten, dass vor allem ältere Menschen sehr traurig über die „Neuigkeiten“ waren. Es sollen Tränen geflossen sein. Entschuldigung, das wollten wir nicht.

Flächen geraten unter Nutzungsdruck

Unser Text zum 1. April war Satire, hat aber einen wahren Kern: Immer mehr Flächen in Hamburg geraten unter Druck. Nutzungsdruck. Was in der Großstadt noch frei ist, muss bebaut werden. Mit Wohnungen, mit Geschäftshäusern, mit Bürogebäuden. Baugrundstücke sind rar und teuer im Eimsbütteler Kerngebiet und im Zentrum Altonas, da wird noch das kleinste Fleckchen zum Geldbringer.
Diese Logik haben wir nur ein bisschen weitergesponnen. Denn es ist offensichtlich, dass Politik, Immobilienbranche und Bauwirtschaft immer weiter suchen, wo noch etwas zu entwickeln ist. Auch, wenn dabei Lebensqualität für diejenigen, die schon hier wohnen, flöten geht. Vor 30, 40 Jahren wurden Kleingärten für neue Siedlungen bebaut, zuletzt waren Sportanlagen Reserveflächen für Wohnungen, demnächst könnte es jede beliebige noch freie Fläche sein.
Man kann trefflich darüber streiten, ob das Meckern auf hohem Niveau ist. Klar, eine Großstadt verändert sich, wird weiter bebaut. Aber man darf nicht das letzte bisschen Natur oder Freiraum aufgeben, um weiteres Wachstum zu rechtfertigen.

Politikern wird alles Schlechte zugetraut

Erstaunlich ist, dass den Politikern anscheinend alles Schlechte zugetraut wird. Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten sowieso. Aber mittlerweile auch den Grünen, die immer noch für einen Rest von Bürgerbewegtheit und Widerständigkeit stehen. Die Teilhabe an der Macht fordert ihren Tribut. Das bleibt auch den Grünen nicht erspart.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.