Blechlawinen im Basselweg

Anwohnerin Bettina Fischer ist sauer über den Busverkehr in ihrer Straße (hier ein Gelenkbus der Linie 4).

Wegen der Bauarbeiten an der Kreuzung Kieler Straße/Sportplatzring wurde der beschauliche Basselweg zur Ausweichstrecke - sogar für HVV-Busse .

Ch. v. Savigny, stellingen
Eigentlich wohnt Bettina Fischer ruhig: Der Basselweg liegt abseits der Kieler Straße, dort gibt es viele Mehrfamilienhäuser und zwei Kindergärten. Doch seit Anfang April ist es mit der Beschaulichkeit vorbei: Besonders während der Stoßzeiten morgens und abends reiht sich Stoßstange an Stoßstange - lauter Autofahrer, die eine Großbaustelle zu umgehen versuchen.
Und auch der HVV hat den Schleichweg entdeckt und rumpelt mit drei Buslinien (4, 183 und 283) durch den Basselweg und die angrenzende Jugendstraße. „Bei offener Balkontür kann man sich nicht mehr unterhalten, ganz zu schweigen von Feinstaub und aufgewirbeltem Dreck“, berichtet Fischer. Sie ist nicht die einzige, die sich gestört fühlt: „Gerade für ältere Leute ist es gefährlich, weil man kaum noch über die Straße kommt“, sagt Nachbarin Helga Woesner.
Die Kreuzung Kieler Straße / Sportplatzring wird derzeit umgebaut, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Sie bekommt neue Abbiegespuren und eine neue Ampelschaltung. Für zusätzlichen Stau sorgt eine weitere Baustelle in der Koppelstraße, zwischen Basselweg und Spannskamp: Bushaltestelle, Fahrbahn, Rad- und Gehwege werden erneuert.
„Die Arbeiten in der Koppelstraße dauern noch bis Ende Mai, die in der Kieler Straße bis Ende Oktober", berichtet Helma Krstanoski, Sprecherin der Verkehrsbehörde.
Laut Hamburger Hochbahn werden die Busfahrer angewiesen, über den Basselweg zu fahren, um Zeit zu sparen - obwohl sie dadurch nur 400 Meter der Kieler Straße umgehen. „Wir haben im Namen unserer zahlreichen Fahrgäste ein Interesse daran, auch während notwendiger Straßenbauarbeiten einen attraktiven und zuverlässigen Busverkehr anzubieten“, sagt Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold.
Das Polizeirevier in der Koppelstraße hat Verständnis für den Anwohnerärger - kann allerdings keine Hilfe anbieten. Ein Beamter: „Seitens der Polizei bestehen keine Bedenken, dass dort Autos oder Busse fahren“
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