Betrug im Bezirksamt Eimsbüttel: 145.000 Euro futsch

Ehemaliger Mitarbeiter soll Wohngeld auf eigene Konten überwiesen haben

So kann man auch zu Geld kommen: Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bezirksamts Eimsbüttel steht im Verdacht, 145.000 Euro unterschlagen zu haben.
Gerrit C. arbeitete bis 2009 im Amt, er war dort Sachbearbeiter für Wohngeldanträge. Der Trick: C. soll laut Staatsanwaltschaft Geld an erfundene Personen überwiesen haben, die Beträge landeten aber auf seinem Konto. Aufgefallen ist der Schwindel laut Bezirksamt bei routinemäßigen Kontrollen. C. soll das Geld in den Jahren 2007 und 2008 abgezweigt haben, das Bezirksamt erstattete aber erst Anfang 2011 Anzeige. Warum so spät? Warum fiel niemandem etwas auf? Das Bezirksamt mag sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.
Von Gerrit C. ist vermutlich nichts mehr zu holen: „Wir gehen davon aus, dass das Geld weg ist“, sagt Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. Auch das Bezirksamt forderte damals das Geld zurück, C. verweigerte dies. Ob er angeklagt wird, ist noch offen. Derzeit erwartet die Staatsanwaltschaft noch eine Stellungnahme des Anwalts des Beschuldigten. Im Falle einer Verurteilung drohen C. bis zu zehn Jahre Haft.
Der 42-Jährige aus Tornesch ist seit März 2010 bei einem Amt im Kreis Pinneberg beschäftigt. Dort wusste man offenbar nichts von den laufenden Ermittlungen. Erst durch Medienanfragen erfuhren die Vorgesetzten von den Vorwürfen gegen C. Ein Amtschef betonte jedoch: Während seiner Tätigkeit im Bauamt habe C. nichts mit Finanzen zu tun gehabt.
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