Beim Kochen Kulturen kennenlernen

Flüchtlinge wie Almaz kochen ihre Lieblingsrezepte. Studenten und Ernährungswissenschaftlerin Silya Nannen-Ottens notieren fleißig Mengen und Tricks (Foto: Ilka Mamero)

Buch mit Rezepten und Geschichten von Flüchtlingen – Erlös wird gespendet

Miriam Kopf, Eimsbüttel

Es heißt, Liebe geht durch den Magen. Dann doch vermutlich auch Heimatgefühl und Hoffnung. Die Hamburger Ernährungswissenschaftlerin Silya Nannen-Ottens hat es ausprobiert und gemeinsam mit Flüchtlingen gekocht. Entstanden ist daraus ein Kochbuch mit originellen Rezepten und persönlichen Worten.
Als im Winter vergangenen Jahres so viele Menschen aus Syrien, Eritrea, Iran oder Afghanistan in Hamburg strandeten, überlegte die Universitätsdozentin, was den Geflüchteten bleibt, die alles zurücklassen mussten: Nur über ihre Kultur blieb ihnen ein wenig Heimatgefühl in der fremden Stadt. Und zur Kultur gehört natürlich die Landesküche. Sie lud 34 Männer und Frauen zu Kochabenden ein und bat sie, ihre Lieblingsrezepte zu verraten. Nannen-Ottens und einige ihrer Studenten notierten Mengenangaben und beobachteten einheimische Kochtricks. Dabei erfuhren sie einiges über das Leben der Köche: Über Flucht, Entbehrung, Angst und Hoffnung.
47 Rezepte sind entstanden, die allesamt leicht nachzukochen sind. Auch die Zutaten sind problemlos zu bekommen.

Das Buch
Silya Nannen-Ottens / Ilka Mamero: „Kochabende. Rezepte und Geschichten von Geflüchteten“ kostet 16,90 Euro, der Erlös geht an Hamburger Flüchtlingsvereine. Das Buch kann über Amazon bestellt werden oder über
❱❱www.klein-borstel-hilft.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.