Beet-Rebell kann weiter gärtnern

Sein Protest hatte Erfolg: Andreas Böhle darf sein im Sommer geräumtes Beet weiter pflegen – nun mit dem Segen des Bezirksamts.
Hamburg: Heu |

Wie der Eimsbütteler Andreas Böhle sich sein Beet erkämpfte

Es ist frostig, das halten nur noch Christrosen aus. Macht nichts. Für Hobbygärtner Andreas Böhle ist die Hauptsache, dass er wieder pflanzen kann in seinem kleinen Beet an der Ecke Heußweg / Wiesenstraße. Nach monatelangem Ringen mit dem Bezirksamt Eimsbüttel hat er es geschafft: Er darf weiter machen.
Im August wurde ohne Vorwarnung ein etwa einen Quadratmeter großes Beet an der kleinen Grünfläche geräumt, das Böhle zuvor drei Jahre lang gehegt und gepflegt hatte. Offizielle Begründung: Das kleine schön bepflanzte Fleckchen gehöre zu einer Straßenverkehrsfläche und werde für die benachbarte Leihradstation gebraucht. Das Amt geißelte Böhles grünes Hobby als „eigenmächtig durchgeführte Eingriffe im Straßenraum“, die nicht erlaubt seien.
Doch Böhle wehrte sich gegen den Beet-Klau, widerlegte die Argumente des Amts – und hatte hunderte Eimsbütteler auf seiner Seite. Der Protest war erfolgreich: Vorige Woche signalisierte ihm das Bezirksamt, dass das Beet doch nicht zu einer Straßenverkehrsfläche gehöre. Er könne weitergärtnern.
„Beharrlichkeit ist alles. Man darf sich so etwas nicht gefallen lassen!“, sagt der engagierte Eimsbütteler. „Ich hoffe, das ist ein Beispiel für andere, dass sich Einsatz lohnt.“ Böhle und seine Mitstreiter wollen nun weiter die Augen offenhalten, ob sich irgendein Behördenmitarbeiter wieder an mühevoll gepflegten Bürger-Beeten vergreift.
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