Azubi-Café: Lehrlinge vorerst in Steilshoop

Pause: Der Lehrlingsbetrieb Café Veronika ist geschlossen, die Jugendlichen arbeiten an anderen Ausbildungsstätten weiter. (Foto: pr)

Lenzsiedlung: Schüler kommen in anderem Gastronomie-Betrieb unter

Im Café Veronika in der Lenzsiedlung wird ausgeräumt. Die beliebte Gastronomie im Bürgerhaus an der Julius-Vosseler-Straße muss wegen einer dringenden Reparatur schließen (das Wochenblatt berichtete). Die Schüler und Lehrlinge des Betriebs kommen vorerst an anderen Ausbildungsstätten unter. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist das Problem?
Das Stadtteilcafé muss wegen eines Wasserschadens als Folge baulicher Mängel in der Küche schließen. Wie lange die anstehende Reparatur dauert, ist unklar. Den Betreiber des Cafes, den Ausbildungsverein Alraune, trifft das hart. Denn eilig mussten Ersatzlösungen gefunden werden. Das Café war Mieter, Eigentümer des Hauses ist der Verein Lenzsiedlung.

Wo kommen die Jugendlichen unter?
Alraune betreibt noch an anderen Standorten Ausbildungsbetriebe für Schüler und Lehrlinge. Das Team des Cafe Veronika - etwa 35 Jugendliche - geht mitsamt Ausbildern zunächst nach Steilshoop. Die Produktionsschule Eimsbüttel, zu der auch das Café im Hamburg-Haus, eine Fahrradwerkstatt und eine Maler- und La-
ckiererwerkstatt gehören, bleibt in vollem Umfang erhalten, versichert Petra Lafferentz, Geschäftsführerin von Alraune.

Kommt das Cafe wieder?
Unklar. Die Produktionsschule plant in Schuljahren, also jeweils von Sommer zu Sommer. Ein Auszug im laufenden Schuljahr ist ein Kraftakt. Derzeit ist offen, wann die Reparatur der Küche in Lokstedt abgeschlossen sein wird. Das Dilemma: Der Hauseigentümer will so bald wie möglich wieder ein Café reinhaben, Alraune könnte frühestens zum Sommer 2016. Ob beide Partner wieder zusammenkommen, ist daher offen.

Gibt es Alternativen für die Ausbildung?

Alraune setzt darauf, dass im Sommer eine Mensa in der Stadtteilschule Stellingen fertig wird. Dort betreibt die Produktionsschule bereits die Gastronomie - und mit dem Neubau stünde eine zusätzliche Ausbildungs- und Qualifizierungsstätte zur Verfügung, ebenso wie im Hamburg-Haus.

Wer bezahlt?
Der Eigentümer des Hauses, der Verein Lenzsiedlung, streitet nun mit Handwerkern und Planern darum, wer für den Schaden verantwortlich ist und die Ausfälle bezahlt. Es kann möglicherweise zu einem langwierigen Gerichtsverfahren kommen. Klar ist: Der Schaden muss schnell behoben werden, dem Verein Lenzsiedlung fehlt aber das Geld. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel springt vorübergehend in die Bresche: Ein Zuschuss über 111.000 Euro wurde beschlossen.
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