Auge in Auge mit Manta und Mücke

„Mantas mochte ich schon als Kind“, sagt Anselm Pahnke. Als er den beeindruckenden Tieren unter Wasser begegnete, ging für ihne ein Traum in Erfüllung. (Foto: Pahnke)

Soweit das Fahrrad trägt – Folge 8: Eimsbütteler Weltreisender erkundet indonesische Insel Flores

Von Gaby Pöpleu

Ein Paradies aus einsamenTraumstränden, idyllischen Fischerdörfchen und exotischen Tieren – das dachte Anselm Pahnke von der direkt neben Bali gelegenen indonesischen Vulkaninsel „Flores“, bis er mitsamt seinem 55 Kilo schweren Fahrrad im exotischen Schlamm stecken blieb. Gerade noch war er Auge in Auge mit zwei Dutzend riesigen Mantarochen durchs tropische Wasser vor der Küste geschwebt, hatte Riffhaie und armlange Schildkröten bewundert und drei Meter lange Komodo-Warane bestaunt. „Für mich ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung“, sagt Pahnke.
Kaum ein paar Tage später stellt sich die Lage ganz anders da, ähnelte eher einem Alptraum: „Ich sinnierte noch über die wunderbare Vulkanlandschaft, über Graslandschaften und Magmagestein“, erinnert sich der Weltreisende. „da hatte der klebrige Lehm mein Fahrrad auch schon kokmplett zugekleistert – es drehte sich nichts mehr.“ Einzig mögliche Maßnahme: Räder ausbauen, Bremsen und Kette reinigen, 55 Kilo-Fahrrad auf die Schulter hieven und tragen.

Ungewöhnlicher Anblick: ein radelnder Europäer
Pahnke stolperte schweißnass und matschig einen Kilometer voran, um dann festzustellen, dass der Weg nach einer Biegung einfach endete. Eine Pause zum Frustabbau war unmöglich: Tausende Stechmücken ließen sich nur durch flottes Tempo abschütteln. „Das waren die anstrengendsten Wochen in den gesamten 29 Monaten meiner Weltreise“, stellt Pahnke fest.
Zwar sind die Menschen auch auf Flores zumeist sehr freundlich, doch auch überrascht über den ungewöhnlichen Anblick des radelnden Europäers. „Hey Mis-ter“ rufen die Einheimischen ihm ständig hinterher. „Es lässt sich schwer beschreiben, wie es sich anfühlt, ständig eine verschwitzte Sonderattraktion darzustellen“, sagt Pahnke, „Meist hatte ich noch nicht mal die erste Zeltstange durch die Öse geführt, als ich schon von den Kindern entdeckt wurde.“
Das war nach einem zermürbenden Tag auf dem Fahrrad machmal ganz schön anstrenged, bekennt Pahnke, der die Kinder eingentlich ganz entzückend fand. „Doch die Kinder juchzten so laut, dass ich das Wellenrauschen beim Sonnenuntergang dann leider nicht mehr hörenkonnte.“
Fortsetzung folgt
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