Ärger über Malteser

Eimsbütteler beschweren sich über
aufdringliche Werber der Hilfsorganisation

Von Carsten Vitt.
Vorige Woche sind die Malteser ausgeschwärmt: Mitarbeiter der Hilfsorganisation warben an Wohnungstüren um Unterstützung. Einigen Anwohnern ging das „aufdringliche“ Auftreten und die Frage nach Spenden im Hausflur deutlich zu weit.
Wieckstraße, Hartwig-Hesse-Straße, Lutterothstraße, Faberstraße, Luruper Weg, Stellinger Weg: In diesen und anderen Straßen klingelten die Werbetrupps der Malteser bei Anwohnern. „Eine Frau wollte in meine Wohnung. Als ich sie freundlich abwimmeln wollte, wurde die Dame ziemlich unhöflich“, berichtet eine Anwohnerin auf der Facebook-Seite für Eimsbüttel (www.facebook.com/eimsbush). Eine andere Eimsbüttelerin schreibt: „Bei mir und beim alten Nachbarn war auch jemand. Als ich sagte, dass ich keine Zeit habe, war er ziemlich genervt. Der Nachbar hat ihn sogar reingelassen.“
Mehr als 40 Anwohner trugen zusammen, wo die Werbetrupps überall unterwegs waren, etliche Eimsbütteler empfanden das Auftreten der Malteser als aufdringlich und unpassend. Normale Masche, oder hat sich da jemand falsch verhalten?
Laut Malteser-Sprecherin Sabine Wigbers sollen sich die Werber an bestimmte Regeln halten: Nicht aggressiv oder aufdringlich auftreten, kein Bargeld oder Schecks annehmen, die Spendensammler sollten in Dienstkleidung und mit Berechtigungsausweis unterwegs sein. Wigbers stellte klar, dass die Angehörigen der Hilfsorganisation immer um eine Unterstützungsmitgliedschaft werben. „Für Malteser sowie für andere Hilfsorganisationen ist jedes Fördermitglied sehr wichtig“, betont Alexander Becker, Geschäftsführer der Malteser in Hamburg. „Deswegen organisieren wir für unsere Werber regelmäßig spezielle Schulungen, damit sie eine qualitativ wertvolle Arbeit leisten können.“
Klappte in Eimsbüttel offenbar nicht so recht. Die Malteser entschuldigten sich bei den Anwohnern, mit den Mitarbeitern seien „klärende Gespräche“ geführt worden, so Wigbers.
Nicht auszuschließen ist, dass auch falsche Sammler im Namen der Hilfsorganisation unterwegs waren. „Unsere Werber sind auf jeden Fall immer eindeutig als Malteser zu erkennen“, so Wigbers.
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