Ärger über Haspa-Schließung

Bernd Straube ärgert sich über die Schließung „seiner“ Haspa-Filiale am Eidelstedter Weg. In Eimsbüttel hat Ende letzten Jahres auch die Geschäftsstelle in der Emilienstraße dicht gemacht. (Foto: cvs)

Filiale Eidelstedter Weg macht Ende März dicht

Von Christopher von Savigny, Eimsbüttel – Bernd Straube ist mächtig sauer: „Welcher Sesselpuper hatte diese irrwitzige Idee?“, fragt er. Sein Zorn richtet sich gegen die Hamburger Sparkasse (Haspa), die demnächst Straubes „Heimat-Filiale“ schließen wird: Am Freitag, 21. März, ist die Haspa am Eidelstedter Weg zum letzten Mal für ihre Kunden da.
Offizielle Begründung: Aufgrund der vielen Neueröffnungen in den letzten Jahren sei man leider gezwungen, weniger häufig besuchte Geschäftsstellen im Gegenzug zu schließen. Haspa-Kunde Straube ärgert sich, weil gerade viele ältere Menschen am Eidelstedter Weg ihre Bankgeschäfte erledigten. „Einige sind mit Rollator unterwegs. Wo sollen die jetzt hin?“ Selbst besucht der Rentner mindestens einmal pro Woche die Geschäftsstelle am Eidelstedter Weg. Fußweg: sieben bis acht Minuten. „Ich bin seit 40 Jahren Haspa-Kunde“, so Straube. „Jetzt habe ich den Eindruck, sie wollen nach und nach alle Filialen schließen. Aber auf Online-Banking habe ich keine Lust!“
Über 200 Standorte hamburgweit unterhält die Haspa. Pressesprecher André Grunert verweist auf weitere Geschäftsstellen in Eimsbüttel, die stattdessen besucht werden können. „Die Filiale Müggenkampstraße ist barrierefrei und nur 800 Meter von der Filiale Eidelstedter Weg entfernt“, so Grunert. Weitere Standorte gebe es in der Osterstraße und in der Hoheluftchaussee. Etwas verwirrend: Im Fall Eimsbüttel spricht die Haspa von einer „Zusammenlegung“. Für den Wegfall des Standorts Eidelstedter Weg sollen „Serviceleis-tungen und Beratungskompetenz“ in der Müggenkampstraße ausgebaut werden, heißt es in der Kundenmitteilung. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus: „In der Müggenkampstraße ist nichts Neues geplant“, sagt Grunert.
Haspa-Kunde Straube geht künftig nicht mehr zu Fuß zu seiner Bank – er muss fahren. „Vielleicht zur Filiale am Siemersplatz, die liegt auf dem Weg zu meinem Schrebergarten“, sagt er. Das Gerede von der „Kundenfreundlichkeit“ der Haspa mag er nicht mehr hören. „Wenn sie wirklich kundenfreundlich arbeiten wollen, dann sollen sie es so lassen wie es ist!“
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