Abschied nach 44 Jahren

Karin Schütte (65), Leiterin der Kita St. Stephanus, geht Ende November in Pension. Ihre Nachfolgerin heißt Silke Meibauer. (Foto: cvs)
Hamburg: Kita St. Stephanus |

Karin Schütte (65), Leiterin der Kita St. Stephanus, geht in Pension – und hat noch allerhand vor

Christopher von Savigny, Eimsbüttel.

„Innovativ, beweglich, wissbegierig“ – so beschreibt Karin Schütte (65) sich selbst. „Ich bin Zeit meines Lebens ein Mensch gewesen, der gerne gelernt hat“, sagt sie. „Das habe ich immer versucht, unseren Kindern zu vermitteln!“ Ende November geht die Leiterin des Kindertagesheims St. Stephanus in der Schwenckestraße in den Ruhestand – nach 44 Jahren. Bei aller Wehmut freut sie sich nun auch auf ihren neuen Lebensabschnitt: „Ich habe so viel erreicht, dass ich sagen kann: Jetzt darf ich gehen!“
Als Schütte Anfang der 70er Jahre ihre neue Stelle – als einfache Erzieherin und „Springkraft“ – in der Schwenckestraße antrat, waren die Bedingungen andere als heute: Betreuung wurde an sechs Tagen in der Woche (also inklusive Sonnabend) angeboten – dafür war nachmittags weniger zu tun. Heute können Kita-Erzieher das lange Wochenende genießen, kommen aber auf der anderen Seite nicht mehr ohne Ganztagsbetreuung aus. „Das hat sich so entwickelt, weil immer mehr Mütter berufstätig wurden“, erklärt Schütte.
Mehr Betreuungsstunden bieten aber auch neue Möglichkeiten: Schütte, die 2003 die Kita-Leitung übernahm, kümmerte sich verstärkt um das Thema Umweltpädagogik, unternahm mit den Kindern Ausflüge (zum Beispiel in den Wildpark), machte naturwissenschaftliche Experimente und arbeitete mit Naturschutzorganisationen zusammen. „Den Forscherdrang stärken“, nennt es Schütte.
Zum regelmäßigen Angebot gehören auch eine Lernwerkstatt, Turnen sowie Sprachförderung für Kinder mit ausländischen Wurzeln. In der Kita St. Stephanus arbeiten zurzeit elf hauptamtliche Erzieher, dazu kommen mehrere Honorarkräfte und Ehrenamtliche.


Sie will reisen – und Englisch lernen


Und wie geht es jetzt weiter mit Karin Schütte? Auf jeden Fall scheint der Ausdruck „Ruhestand“ bei ihr weniger angebracht zu sein. Unruhestand? Schon eher. Geplant sind bereits mehrere Reisen nach Spanien, nach Afrika und nach Thailand. Und Englisch will sie lernen – eben all die Dinge, zu denen sie sonst nicht die Zeit gefunden hat. „Auf meinen neuen Lebensabschnitt bin ich jetzt schon gespannt“, sagt sie.
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