Abgeschleppt: Plötzlich war das Auto weg!

An der Wiesenstraße parkte Regina Gargano am Sonntag des Osterstraßenfests ihr Auto, weil sonst nirgendwo etwas frei war. Ab Montagmorgen, 7 Uhr, gilt ein Halteverbot – das Auto wurde abgeschleppt. Die Eimsbüttelerin findet das unfair: „Kann man da nicht ein bisschen toleranter sein?“

Keine Parkplätze wegen des Osterstraßenfestes: Eimsbüttelerin ärgert sich

Parkplätze sind rar in Eimsbüttel. Wenn Osterstraßenfest ist, wird es noch schwieriger, das Auto abzustellen. Regina Gargano war deshalb froh, als sie am zweiten Tag des Fests einen Parkplatz in einer Seitenstraße ergattern konnte. In ihrer Garage an der Osterstraße konnte sie den Wagen nicht abstellen, da war ja alles abgesperrt. „Als ich am Montagvormittag dann mein Auto holen wollte, war es weg! Abgeschleppt!“, ärgert sich Gargano.
Ihr Audi stand an der Ecke Emilienstraße/Wiesenstraße. Der Haken: Ab Montagmorgen, 7 Uhr, war das Parken dort verboten. An der Ecke ist eine sogenannte Bedarfshaltverbotszone eingerichtet – von Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr dürfen auf drei Parkplätzen an der schmalen Wiesenstraße keine Autos stehen. Um 7.10 Uhr war die Polizei vor Ort, ließ schließlich den Wagen abschleppen. Regina Gargano musste ihren Audi in Rothenburgsort abholen, im sogenannten Autoknast. Kosten fürs Auslösen: 255,11 Euro.
Die Eimsbüttelerin ärgert sich: „Während des Osterstraßenfests gibt es keine Parkplätze an der Ecke, kann man da nicht ein bisschen toleranter sein?“ Kurze Zeit, nachdem ihr Wagen abgeschleppt worden war, standen bereits andere Fahrzeuge auf dem Parkplatz, so Gargano. „Dann hätten die ja auch alle abgeschleppt werden müssen.“
Ralph Poluda vom Polizeikommissariat 23 kann den Fall nicht genau klären. „Wir drü-cken schon mal das eine oder andere Auge zu. Aber wenn da ein Parkverbot ist, haben wir keine andere Wahl als abschleppen zu lassen.“ Das Halteverbot ist bereits vorigen Sommer eingerichtet worden, damit Laster mit Baumaterial in die schmale Wiesenstraße einbiegen können. Vermutlich kam gerade an jenem Montagmorgen ein Brummi nicht um die Ecke. „Wir rufen nur den Abschlepper, wenn es echt ein Problem gibt“, so Poluda.
Rund um das Osterstraßenfest wurden laut Poluda insgeamt zwölf Fahrzeuge abgeschleppt – aus Polizeisicht recht wenige für ein Fest dieser Größenordnung. Der Termin sei lange vorab bekannt, zudem gebe es Hinweiszettel und Sperrschilder. Regina Gargano hat in der Seitenstraße vermutlich einfach Pech gehabt.
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 16.05.2013 | 12:18  
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