A7-Ausbau: Neue Brücke im Spätsommer fertig

Abriss und Neubau bei vollem Betrieb: Die neue Langenfelder Brücke soll nach Behördenangaben ab Spätsommer 2016 für den dann achtspurigen Verkehr freigegeben werden. Derzeit läuft der Verkehr noch sechsspurig über die Brücke. (Foto: rs)

A7-Ausbau: Wie die Hauptverkehrsader des Nordens Stück für Stück achtspurig wird

Reinhard Schwarz, Stellingen

Es geht voran in Stellingen: Eine wichtige Teil-Etappe des A7-Ausbaus ist geschafft. Als besonders knifflig gilt der Abriss und gleichzeitige Neubau der Langenfelder Brücke über die Gleise von S-Bahn und Fernbahn laufendem, noch sechsspurigem Autoverkehr. Laut Verkehrsbehörde ist mittlerweile der östliche Brü-ckenüberbau – also die Fahrspuren Richtung Norden – vollständig zurückgebaut. Die erste Phase des Neubaus sei mit dem Einschub der neuen Brückenteile aus Richtung Süden abgeschlossen. „Jetzt beginnen die Vorbereitungen für die zweite Phase, den Einschub des zweitens neuen Brückenteils von Norden“, heißt es.
Im Herbst wurde das rund 10.000 Tonnen schwere und 208 Meter lange alte Betonteil mit Hydraulikzylindern, Stahl-seilen und auf Hilfsstützen montierten, Teflon-beschichteten Verschiebelagern nach Norden gezogen, um es auf festem Grund zerkleinern zu können. Diese Technik gilt laut Wirtschaftsbehörde als „weltweit einmalig“. Die Langenfelder Brücke ist insgesamt 392 Meter lang.

„Abriss-Technik ist weltweit einmalig“

Im Januar folgt der zweite Teil des Neubaus: „Das noch fehlende Stahlbetonteil wird von Norden aus eingeschoben und mit dem südlichen Teil verbunden. Anschließend werden darauf Brückenbetonplatten verlegt.“
Voraussichtlich im Spätsommer 2016 könne die neue, nunmehr achtspurige Fahrbahn für den Verkehr freigegeben werden.

55 Stunden Sperrung der A7

Bei dem Deckel-Bau müssen auch zahlreiche Autobahnbrü-cken abgerissen werden, weil sie für die geplante Spurerweiterung zu kurz sind. So soll die Brücke Niendorfer Gehege im dritten Quartal 2016 abgerissen werden.
Geplant sei deshalb, die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Stellingen und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest für 55 Stunden zu sperren. Auch die Brücke Wördemanns Weg soll weichen und zeitweilig durch eine Behelfskonstruktion ersetzt werden.
Hierfür nannte die Wirtschaftsbehörde allerdings noch keine Termine.

Deckelbau

Insgesamt wird die A7 in Hamburg zwischen den Anschlussstellen Othmarschen und der Landesgrenze ausgebaut – auf sechs bis acht Spuren. In Othmarschen/Bahrenfeld, Stellingen und Schnelsen werden drei Tunnel gebaut, entlang der gesamten Strecke wird der Lärmschutz verbessert. In Stellingen verschwinden die Fahrstreifen zwischen Kieler Straße und Güterumgehungsbahn in einem Tunnel – unter dem sogenannten Deckel. Länge: Knapp 900 Meter. Im Bereich der Auf- und Abfahrt Höhe Kieler Straße wird die A7 insgesamt bis zu zehn Spuren haben. Auf dem Deckel sollen später eine Parkanlage und Kleingärten entstehen. Bereits begonnen hat der Abriss der Langenfelder Brücke in Stellingen. Bei fließendem Verkehr wird das Bauwerk komplett neu gebaut.
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