"Sichere Straße, gefährlicher Radweg! Warum trauen wir dem nicht?“

Wann? 06.08.2012 19:00 Uhr

Wo? Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg DE
(Foto: ADFC)
Hamburg: Centro Sociale | Von: Johanna Drescher

Neuere Studien zeigen: Radfahren auf der Straße ist sicher. Bordsteingeführte Radwege, wie es sie in Hamburg zuhauf gibt, bergen dagegen oftmals Gefahren. Dennoch fühlen sich viele Radfahrer auf der Straße unsicher. Der ADFC fragt Hamburgs Radler daher am Montag (6.8.), um 19 Uhr auf einer öffentliche Diskussion im Centro Sociale (Sternstraße 2), warum das so ist.

Der ADFC hat schon viele Diskussionen zu diesem Thema geführt. Im Rahmen
der Kampagne „Ab auf die Straße – Sicher Radfahren auf der Fahrbahn“ saßen vor allem Personen aus Politik, Verwaltung und Polizei auf den Podien. Zu kurz gekommen sind dabei die verschiedenen Perspektiven der „Betroffenen“. Auf dem Podium werden Alltags- und Freizeitradler sitzen, die darüber berichten, warum sie jeweils den Radweg oder die Fahrbahn bevorzugen. Dabei soll die "gefühlte Sicherheit" zur Sprache kommen und Erlebnisse, Gefühle, Gedanken beim Radfahren auf der Fahrbahn und abseits der Fahrbahn. Selbstverständlich ist auch die Meinung des Publikums gefragt. Die Veranstaltung wird begleitet durch Carmen Hagemeister. Sie ist Verkehrspsychologin und Professorin an der TU Dresden.

Das Thema „Radfahren auf der Fahrbahn“ wird in Hamburg immer wichtiger.
Denn derzeit werden in vielen Straßen aus vorher benutzungspflichtigen
Radwegen ganz normale Radwege. Unter anderem auf der Hammer Landstraße, Ernst-Merck-Straße und Horner Landstraße dürfen Radfahrer seit kurzem selbst entscheiden, wo sie fahren möchten – ob auf der Fahrbahn oder auf dem Radweg. Das wissen viele Radfahrer noch nicht und noch weniger wissen es die Autofahrer, von denen dann leider einige versuchen, den Radfahrer durch Hupen und Drängeln auf den Radweg zu verweisen.

Auch wenn es sich im Alltag nicht immer so anfühlt: Auf der Straße ist
es sicher(er). Denn Autofahrer können die Radler nicht übersehen. Auf
dem Radweg kommt es immer wieder zu Unfällen, weil Radler hinter
parkenden Autos, Schildern, Bäumen übersehen werden. Und oftmals
kommt es zu Konflikten mit Fußgängern. Mehr Informationen zu diesem
Thema gibt es auf den Seiten www.hamburg.adfc.de/abaufdiestrasse und
http://www.hamburg.adfc.de/verkehr/themen/radwegeb...
Die wichtigsten Tipps fürs Fahrbahnradeln: Eindeutig und vorausschauend
fahren. Zu parkenden Autos mindestens eine Tür breit Abstand halten und
auch sonst ca. 1 m Abstand zum rechten Fahrbahnrand einhalten. Wer ausreichend Abstand hält und den Rinnstein meidet, findet einen bessern Straßenbelag vor. Autofahrer müssen dann mit Spurwechsel überholen und werden weniger dazu verführt, ohne den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1 bis 1,5 m am Radler vorbeizuziehen.

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Für Rückfragen:
Dirk Lau, Tel.: 0171/485 51 93
Mail: dirk.lau@hamburg.adfc.de
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