Schanzenviertel: Film über Flucht und Vertreibung

Wann? 23.10.2011 12:30 Uhr

Wo? Kino 3001, Schanzenstraße 75, 20357 Hamburg DE
Hamburg: Kino 3001 | Ein bewegender Film
über Vertreibung und Verlust der Heimat
aus dem Blickwinkel persönlich betroffener Frauen

Ein persönlicher Beitrag zum 20jährigen Bestehen
des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages

ABER DAS LEBEN GEHT WEITER

Ein Dokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies

2011, 104 Minuten, FSK ab 12 Jahren

Sondervorführung in Hamburg am 23.10.
In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Kino 3001, Matinée um 12.30 Uhr
Schanzenstr. 75, 20357 Hamburg, Tel: 040/437679

Drei polnische und drei deutsche Frauen aus mehreren Generationen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzte, setzen bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung.
Ein Film über Heimat, Krieg, über das Überleben in der Fremde, darüber wie die große Geschichte in das Dasein der Menschen hineinblitzt und die Lebensbahnen durcheinanderwirbelt.
Der Film erzählt sehr privat ein jahrzehntelanges besonderes Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen. Kommentarlos kommen die Frauen zu Wort und lassen den Betrachter Anteil nehmen an ihrer subjektiven Sicht der Ereignisse.
Der Film berücksichtigt nicht nur die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren bis zur endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf Niederlinde im Sommer 1946. Er wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute.
Dem Schicksal der Deutschen, die später in Bremen und Umgebung eine zweite Heimat fanden, wird das der polnischen Familie gegenübergestellt, die ihrerseits 1940 von der sowjetischen Armee aus Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde. Nach einer unglaublichen sogar bis Kirgistan führenden Odyssee bekam sie schließlich im Sommer 1945 den Hof der Deutschen zugesprochen.
Das ehemalige Niederlinde heißt heute Platerówka und liegt 25 km von Görlitz entfernt.
Ein Film, der rein aus dem Blick der betroffenen Frauen Machtmissbrauch und Verletzung elementarer Menschenrechte bewegend veranschaulicht.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.