Elbvertiefung - schnellstens aus den Planungsfehlern lernen

Die Planungsverantwortlichen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und Hamburg Port Authority haben anscheinend aus dem bisheringen Verlauf des Gerichtsverfahrens zur Elbvertiefung nichts gelernt. Erneut mussten sie eine Schlappe vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hinnehmen, anders ist der Ausgang der jüngsten Runde, die eigendlich die letzte sein sollte, nicht zu interpretieren. Ist den Behörden nicht bewusst, was auf dem Spiel steht? Wer die Umweltverbände kennt, weiß, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist. Wenn man seine Ziele erreichen will und für den Wirtschaftsstandort Hamburg ist es existenziell, dass die Elbvertiefung kommt, dann muss man sich ernsthaft mit den Forderungen der Umweltverbände auseinandersetzen und tragfähige Lösungen anbieten. Halbherzigkeit ist da fehl am Platze. Die Umweltverbände frohlocken nach dem jüngsten Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts und wittern Morgenluft. Die erneute Inaussichtstellung von Klagen ist dafür ein deutliches Signal. Für die Planer muss es deshalb jetzt heißen, den "Stein des Anstoßes" überzeugend in den Griff zu bekommen: Es müssen ausreichend Ausgleichsflächen her und der Erhalt des Schierlings-Wasserfenchels, der zu den schützenswerten Planzen zählt, muss durch entsprechende Maßnahmen nachvollziehbar sichergestellt werden. Es wird eine gewisse Zeit brauchen, um alle Auflagen zu erfüllen. Klar ist aber auch, wenn Hamburg seinen Geschäftspartnern aus der internationalen Schifffahrt nicht bald "grünes Licht" für die Elbvertiefung signalisieren kann, dann schwindet nicht nur das Vertrauen in den hiesigen Standort, sondern die Reedereien werden sich anderen Häfen, vor allem Rotterdam und Antwerpen, zu wenden. Dies muss mit allen Kräften verhindert werden.
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