Von Sticheleien zur Saalschlacht

Die versöhnliche Aussprache misslingt: Alain Reille (Markus John) vergreift sich an Hausherrin Véronique Houillé (Maria Schrader), auch Ehefrau Annette (Anja Laïs) ist konsterniert. Foto: Maurice Kohl
Hamburg: Deutsches Schauspielhaus |

Yasmina Rezas bissige Komödie Der Gott des Gemetzels
am Deutschen Schauspielhaus – Karten zu gewinnen

Heinrich Sierke, Hamburg

Ferdinand (11) verprügelt den gleichaltrigen Bruno derart, dass dieser zwei Schneidezähne verliert. Die Eltern der Jungen wollen der Ursache des Zwistes auf den Grund gehen – doch deren Treffen endet im Fiasko: Yasmina Rezas Theaterstück „Der Gott des Gemetzels“ trat gleich nach seiner Uraufführung Ende 2006 seinen Siegeszug um die Welt an. Karin Beier, Intendantin des Deutsches Schauspielhauses, hat die bissige Komödie mit einem
Starensemble inszeniert – das Elbe Wochenblatt verlost drei mal zwei Karten für die Aufführung am Montag, 27. Juni, im Malersaal des Schauspielhauses.

Annette wirft das Handy ihres Mannes in die Blumenvase

Ferdinands Eltern, Annette und Alain Reille (Anja Laïs und Markus John) scheinen ge-knickt, als sie Véronique und Michel Houillé (Maria Schrader und Michael Wittenborn) in deren Wohnung aufsuchen. Brunos Eltern geben sich versöhnlich. Doch schnell zeigt sich: Die angeblich sympathisch-intakten Paare haben ihre eigenen Probleme selbst noch nicht geklärt. Und so wirft zum Beispiel Annette im Verlauf des Abends das Handy ihres Mannes in die Blumenvase.
Das Treffen ufert aus in Schuldzuweisungen, Eheproblemen und allerlei dem Thema Gewalt innewohnenden Irrationalitäten, insbesondere zwischen Männern und Frauen: Gibt es gute Gewalt und schlechten Frieden? Sind Ivanhoe und Spiderman noch als Vorbilder geeignet? Und könnten „irgendwie“ beide Seiten im Unrecht sein?
Zunehmend wechseln die Bündnispartner, auch zwischen den Paaren, denn was ist schlimmer: dass sich die hypernervöse Annette quer über Véroniques Kunstbände übergib, oder dass Véronique das Wohlergehen ihrer Bücher deutlich mehr am Herzen liegt als das ihrer Gäste? Dass Michel den Hamster seiner Tochter ausgesetzt hat oder dass Alain als Anwalt eines Pharmakonzerns ein gesundheitsgefährdendes Medikament verharmlost und deswegen ständig am Handy telefoniert? Sticheleien führen schließlich zur Saalschlacht.
Wer das Kammerspiel kostenlos sehen möchte, sendet bis Montag, 20. Juni, eine Postkarte mit Absender und Telefonnummer an: Elbe Wochenblatt, „Der Gott des Gemetzels“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder per E-Mail, mit „Gewinne: Der Gott des Gemetzels“ im Betreff, an post@wochenblatt-redaktion.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Gott
des Gemetzels

im Deutschen Schauspielhaus, Malersaal, Kirchenallee 39, am Montag, 27. Juni, um 20 Uhr. Karten für zehn bis 37 Euro – Ermäßigungen möglich – unter S 24 87 13 oder online unter
❱❱ www.schauspielhaus.de
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