Othello – Tragödie als Tanz

„Othello bedeutet für mich die Unmöglichkeit, einen anderen Menschen wirklich zu kennen, wirklich zu wissen, was in einem anderen vorgeht, und die daraus entstehende Unsicherheit, sogar Qual“, so der Choreograf und Regisseur John Neumeier. In seiner Inszenierung faszinieren Hélène Bouchet und Amilcar Moret Gonzalez in den Hauptrollen. Foto: Kiran West
Hamburg: Hamburgische Staatsoper |

John Neumeiers Ballett nach William Shakespeare in der Hamburgischen Staatsoper – Karten zu gewinnen

René Dan, Hamburg

Gewissenlose Intrige und
rasende Eifersucht rauben den Verstand – und führen zum Tod des geliebten Menschen: Seit mehr als vier Jahrhunderten bewegt William Shakespeares „Othello, der Mohr von
Venedig“ Leser, Theaterbesucher und inzwischen auch Freunde des Balletts. Legendär ist John Neumeiers Inszenierung des Klassikers, die 1985 auf Kampnagel die Uraufführung feierte. Seit 2013 ist sein Othello in der Hamburgischen Staatsoper zu sehen – das Elbe Wochenblatt verlost drei mal zwei Karten für die Aufführung im Rahmen der Hamburger Ballett-Tage am Sonnabend, 9. Juli, um 19.30 Uhr.
Der Feldherr Othello (Amilcar Moret Gonzalez) gewinnt die Liebe der Senatorentochter Desdemona (Hélène Bouchet): Heimlich heiraten der dunkelhäutige Außenseiter der venezianischen Gesellschaft und die junge Schönheit. Anerkennung und Respekt gewinnt Othello durch seine Heldentaten – doch als er den Fähnrich Jago (Ivan Urban) nicht zum Leutnant befördert, sinnt dieser auf Rache. Jago sät durch eine ausgefeilte Intgrige in Othello den Zweifel an der Treue seiner Frau: Cassio (Alexandre Trusch) sei ihr Geliebter, flöst Jago dem General ein.

Feuerwerk
erotischer Spannung

Angesichts ihres vor Eifersucht rasenden Gatten vermag Desdemona aus Angst den Anschuldigungen nicht zu widersprechen. Othello erdrosselt sie. Als er seinen Irrtum erkennt, nimmt er sich das Leben.
John Neumeier – Choreografie, Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme – gelingen immer wieder intime Momente. So nähern sich Desdemona und Othello vorsichtig und grazil beim Kennenlernen an: Die zierliche Hélène Bouchet und der athletisch-muskulöse sowieanfangs so einfühlsame Amilcar Moret Gonzalez sorgen für ein Feuerwerk erotischer Spannung. Das schließlich in einem blutigen Drama endet.
Wer die von Solisten wie Richard Hoynes am Klavier sowie den Hamburger Symphonikern musikalisch begleitete Inszenierung kostenlos erleben möchte, sendet bis Montag, 4. Juli, eine Postkarte mit Absender an: Elbe Wochenblatt, „Othello“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder per E-Mail, mit „Gewinne: Othello“ im Betreff, an post@wochenblatt-redaktion.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Othello

in der Hamburgischen Staatsoper, Große Theaterstraße 25, am Sonnabend,
9. Juli, um 19.30 Uhr. Karten von sechs bis 107 Euro unter Tel. 35 68 68 oder
❱❱ www.staatsoper-hamburg.de
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