Korrupte Polizisten, gemeine Geschäfte

Gangsterboss Mackie Messer (Sven Schelker, r.) hat die Tochter des Bettler-Chefs geheiratet – das hat für ihn fatale Konsequenzen, dies verdeutlicht ihm auch der korrupte Polizeichef „Tiger“ Brown (Thomas Niehaus). Szene aus der „Dreigroschenoper“ in der Regie von Antú Romero Nunes. Foto: Armin Smailovic
Hamburg: Thalia Theater |

Thalia Theater inszeniert Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ – Karten zu gewinnen

Heinrich Sierke, Hamburg

London, Soho 1928. Hier regiert, wer die Klaviatur der Korruption beherrscht. Hier werden die Regeln des Marktes neu definiert, hier wird das Elend der Menschen zur Ware für wenige und das Verbrechen zum alternativen Geschäftsmodell erklärt. – Das Thalia Theater inszeniert „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht mit der Musik von Kurt Weill. Das Elbe Wochenblatt verlost drei mal zwei Karten für die Aufführung am Dienstag, 3. November, um 20 Uhr.
Regisseur Antú Romero Nunes hat Brechts Handlung vom 18. ins 20. Jahrhundert versetzt, den Kern des kapitalismuskritischen Stückes jedoch beibehalten. Jonathan Peachum (Jörg Pohl), Boss einer Bettlermafia, treibt erfolgreich Handel mit der Beratung und Ausstattung der Ärmsten und setzt auf das schlechte Gewissen der Menschen. 50 Prozent der Einnahmen der Bettler gehen direkt an ihn.

Überlebenskampf und
Hoffen auf Gerechtigkeit

Gangsterboss Mackie Messer (Sven Schelker) dagegen hat sich dem dunklen Crime­Business von Raub und Mord verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. Durch einen guten Draht zu seinem Jugendfreund „Tiger“ Brown, der mittlerweile oberster Polizeichef  Londons ist, hat er sich eingerichtet. Doch als er Peachums Tochter Polly (Katharina Marie Schubert) heiratet und damit beide Geschäftsmänner zum ersten Mal aufeinander treffen, kommt es zu einer gefährlichen Auseinandersetzung.
Antú Romero Nunes erzählt von Menschen, die ums Überleben kämpfen, von korrupten Polizisten, die über Schicksale richten, und von Prostituierten, die nach Gerech­tigkeit dürsten.

Zahlreiche Evergreens
von Kurt Weill

Zum weltweiten Erfolg der Dreigroschenoper maßgeblich beigetragen haben Kurt Weills Songs, und so können sich Theaterbesucher über zahlreiche Evergreens freuen.
Wer die von Publikum und Kritik gefeierte Inszenierung kostenlos sehen möchte, sendet bis Montag, 5. Oktober, eine Postkarte mit Absender und Telefonnummer an: Elbe Wochenblatt, Stichwort: „Dreigroschenoper“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder per E-Mail, mit dem Betreff „Gewinne: „Dreigroschenoper“, an post@wochenblatt-redaktion.de.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.