Abrechnung mit dem Schwager

Marcus Bluhm spielt den Schauspieler Hendrik Höfgen, der nicht nur auf der Bühne einen Pakt mit dem Bösen schließt. Foto: Jochen Quast

„Mephisto“ nach Klaus Mann am Altonaer Theater – Verlosung

René Dan, altona
Klaus Manns „Mephisto“ hat die westdeutsche Gesellschaft gespalten wie wenige andere Romane. 1936 im Exil erschienen, war Klaus Manns „Roman einer Karriere“, so der Untertitel, in der Bundesrepublik aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes lange verboten. Jetzt bringt das Altonaer Theater den Schüsselroman über den Kotau eines Künstlers vor der Nazi-Barbarei auf die Bühne. Das Wochenblatt verlost drei Mal zwei Karten für die Premiere am Sonntag, 24. Februar.
Nazi-Gegner Klaus Mann porträtierte mit seiner Romanfigur Hendrik Höfgen seinen Schwager Gustav Gründgens, den gefeierten Schauspieler und Intendanten.
Zum Inhalt: Hendrik Höfgen (Marcus Bluhm) ist Schauspieler am Hamburger Künstlertheater und beginnt mit der dunkelhäutigen Juliette Martens (Dayan Kodua) eine leidenschaftliche Affäre. Auch nachdem er Barbara Bruckner (Monika Wegener), eine junge Dame aus gutem Haus, geheiratet hat, führt er die Liaison mit Juliette weiter. Als Häfgen unter der Nazi-Herrschaft die Verbindung zu einer farbigen Frau nicht mehr opportun scheint, Juliette Deutschland aber partout nicht verlassen will, lässt er sie verhaften.
Dank Verbindungen zum preußischen Ministerpräsidenten (Josef Tratnik) macht der Schauspieler Karriere: In Berlin glänzt er als „Mephisto“ in Goethes Faust – und wird allmählich zum Propaganda-Instrument der Nazis.
Wer Karten für „Mephisto“ gewinnen will, sendet bis Montag, 18. Februar, eine Postkarte mit Absender und Telefonnummer an: Elbe Wochenblatt, Stichwort: „Me-phisto“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder per E-Mail, mit dem Betreff „Gewinne: Mephisto“, an post@wochenblatt-redaktion.de.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

„Mephisto. Nach dem Roman Klaus Manns“ am Altonaer Theater, Museumstraße 17. Aufführungen am 24. Februar um 19 Uhr, am 27. und 28. Februar sowie am 1., 2., 6., 7.-9., 13.-16., 20.-24., 26.-29. März jeweils um 20 Uhr, mittwochs um 19 Uhr. Am 23. März zusätzliche Vorstellung um 15.30 Uhr; am 1. April Aufführung um 19 Uhr. Kartentelefon: 39 90 58 70.
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