Zwei Titel für Hamburgs Westen

Lurups Ferhat Öztas wurde Hamburger Vizemeister. Foto: rp
Hamburg: Alsterdorf |

Box-Meisterschaften: Zeqiri und Kadiru siegten, Öztas und Bühl verkauften sich teuer

Von Rainer Ponik
Mehr als 500 Boxsportfans fieberten „live“ am Ring mit, als es am Sonnabend in der Verbandssporthalle am Braamkamp um Titel und Trophäen ging. Gleich fünf Faustkämpfer aus dem Hamburger Westen hatten sich für die Endrunde qualifiziert. Als Erster von ihnen stieg Lurups Leichtgewichtler Liridon Zeqiri durch die Seile. Im Kampf gegen Henry Camps Perez bot der gebürtige Albaner eine sehr couragierte Leistung und konnte den Fight am Ende knapp für sich entscheiden.
Gleich im Anschluss musste sich Bahrenfelds Jakob Scheer in der Gewichtsklasse bis 64 Kilogramm mit David Burakiewicz (Harburger SC) auseinandersetzen. Scheer wehrte sich, konnte seinen technisch überlegenen Gegner aber kaum treffen und musste sich am Ende mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben.
Die Hoffnungen des SV Polizei ruhten indes auf Kevin „Balou“ Kadiru. Obwohl der Superschwergewichtler von seinen zahlreichen Fans lautstark unterstützt wurde und im Duell mit Christoph Schumann (BC Sportmann) als klarer Favorit galt, kam der Titelverteidiger nur sehr schwer auf Touren. „Kevin wirkte nicht sehr austrainiert und hat zu wenig Initiative gezeigt“, zeigte sich ein Kenner von der Leistung des Polizei-Boxers enttäuscht. Dass es am Ende noch zu einem knappen Punktsieg reichte, lag an Kadirus Schlussoffensive, in der er die entscheidenden Treffer setzen konnte.
Auch im Schwergewichtsfinale zwischen Zlatko Strauch (TH Eilbek) und Arthur Bühl (BC Ottensen) gab es ein knappes Urteil. Beide schenkten sich nichts. Arthur Bühl verpasste die Chance, den ersten Titel für den erst vor einem Jahr ins Leben gerufenen BCO zu holen, nur hauchdünn.
Obwohl Lurups Ferhat Öztas im Mittelgewichtsfinale gegen Muhammed Bangaev Mut zeigte und den Dritten der U19-Europameisterschaften in der ersten Runde unter Druck setzte, reichte es nicht zum Sieg. „Ich bin trotzdem zufrieden, denn Ferhat hat sich sehr gut verkauft“, fand SVL-Coach Igli Kapllani, der von Ringrichter Horst Farchau wegen zu lautstarker Anfeuerung von seinem Platz verwiesen wurde, lobende Worte für seinen Schützlings, der den Fight am Ende nur mit 16:20 Punkten verlor.
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