Wasserball/Wilhelmsburger Nachwuchs trainierte beim Rekordmeister in Berlin

Nationalspieler Nationalspieler Jüngling weiß, worauf es für eine Karriere ankommt. Er trainierte am Wochenende den Nachwuchs Des SV Poseidon Hamburg.
 
Drei Tage lang trainierten die Spandauer und Hamburger Nachwuchswasserballer zusammen in Berlin.

Nationalspieler Maurice Jüngling gab Tipps


Wilhelmsburg. Bundesligaluft schnupperten am vergangenen Wochenende die Nachwuchswasserballer des SV Poseidon. Auf Einladung des Rekordmeisters Wasserfreunde Spandau 04 trainierten die elf- bis 14-Jährigen drei Tage lang in Berlin. Dabei trainierte auch Nationalspieler Maurice Jüngling vom Champions League-Teilnehmer Spandau 04 zweimal zwei Stunden mit dem zwölfköpfigen Team von Poseidon-Trainer Attila Kaposnyák. Er und seine Mannschaft waren begeistert.

Begonnen hatte alles damit, dass die Mutter des Poseidonen Finn Bornmann ihre Kontakte zu einer befreundeten Berliner Wasserballfamilie nutzte. Die Idee eines gemeinsamen Trainings begeisterte auch Spandaus Jugendtrainer Christoph Hanke und seine Jungs. Der zwölfjährige Berliner Paul Schwanke übernahm diesmal nicht im Wasser das Kommando, sondern führte die Hamburger durch die Hauptstadt. „Wir haben uns nicht nur im Becken auf Anhieb verstanden“, so Paul. Höhepunkt war am Sonnabend der Besuch des Bundesligaspiels Spandau 04 – SSV Esslingen. Rund um das Rahmenprogramm wurde aber sehr fleißig in gemischten Mannschaften trainiert.

Nationalspieler Jüngling weiß, worauf es für eine Karriere ankommt

Hartes Training ist Nationalspieler Maurice Jüngling gewohnt, zwei bis dreimal täglich wird bei den Wasserfreunden professionell trainiert. Deutschlands erfolgreichste Mannschaft hat seit 1979 (!) nur dreimal nicht die Meisterschaft geholt. Seit frühester Kindheit ist der 24-Jährige sportlich aktiv. Fußball, Schwimmen, Tennis oder Wasserball – alles begeisterte ihn. Den Ausschlag für den Wasserball, trotz eines Angebotes des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC als Torwart in einer Nachwuchsmannschaft zu spielen, gab der familiäre Charakter des spritzigen Sportes. Seit seinem zwölften Lebensjahr wird die Badehose kaum trocken. So auch am Sonnabend. Gerade hatte sein Team überlegen 17:2 gegen die Gäste aus dem Raum Stuttgart gewonnen, setzte sich der 69-fache Nationalspieler ins Auto und fuhr von der Schöneberger Wasserballhalle ins benachbarte Wilmersdorf. Dort trainierte er zusammen mit den beiden Jugendtrainern die 25 Berliner und Hamburger Kinder. Auf dem Programm stand das „Bälle klauen“. Eine Spezialität des Sohnes eines Senegalesen und einer Deutschen. Er bringt mit seiner Schnelligkeit trotz seiner nur mittleren Größe von 1,84 Meter und Gewichtes die größten zwei-Meter-Schwergewichte aus dem Konzept und schaltet schnell in den Angriff um. Diese Vielseitigkeit möchte der Lehramtsstudent auch dem Nachwuchs vermitteln, wenn die Zeit dafür bleibt. Zum Abschlusstraining auf dem Berliner Olympiagelände, wo die Hamburger Gäste in Sichtweise zum Olympiastadion auch übernachteten, hatte der Allrounder allerdings keine Zeit. Jüngling war schon wieder auf dem „Weg nach Rio“ – zum Lehrgang der Nationalmannschaft in Hannover. Der junge Mann bereitet sich in den nächsten Wochen intensiv auf das Olympiaqualifikationsturnier in Triest/Italien vor. Seine neuen Hamburger Fans drücken fest die Daumen.

Im Sommer kommt Spandau zu Besuch


Poseidon-Trainer Attila Kaposnyák dankte den Berlinern. „Die Spandauer waren großartige Gastgeber und wir hoffen, dass wir uns mit einer Gegeneinladung im im Inselbarkbad revanchieren können.“
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