Wasserball/Tabellenführer Poseidon siegt 10:9 bei Hellas Hildesheim

Timo Wachtel traf 93 Sekunden vor Spielende zum 10:9-Erfolg in Hildesheim
Trotz einer äußerst durchwachsenen Leistung waren die Wasserballer des SV Poseidon Hamburg (SVP) in der 2. Liga Nord beim SC Hellas-99 Hildesheim diesmal die glücklichere Mannschaft. Im Hildesheimer Wasserparadies wahrten die Hamburger ihre weiße Weste mit dem 10:9-Erfolg (3:4, 2:0, 3:2, 2:3) gegen den Tabellenfünften. Vor allem durch ihre schlechten Wurfquoten machte sich der Tabellenführer selbst das Leben schwer. Matchwinner wurde Timo Wachtel der in der vorletzten Spielminute.

Sven Reinhardt war nach dem Dusel-Sieg sichtlich erleichtert. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir noch so schwach spielen können“, bemerkte der SVP-Coach nach dem schnöden Sieg an. Sein Team begnügte sich mit Teilzeitarbeit. Doch nur 18 Minuten Leistung reichen auch als Tabellenführer nicht gegen die Hildesheimer. Die Bischofstädter wissen ihren Heimvorteil stets zu nutzen. Im 7 Meter kürzeren Spielfeld im Wasserparadies drehten sie gleich zu Beginn auf und gingen mit 4:1 in Führung. Reinhardt zog die „Notbremse“, eine Auszeit brachte die Poseidon-Sieben zur Besinnung. Nun fand der Ball den Weg ins Gehäuse und prallte nicht mehr wie zuvor immer vom Torgestänge ab. Jeweils drei Treffer vom stark spielenden Yannik Arnold und Mannschaftskapitän Alexander Weik drehten das Spiel. Die Hildesheimer verzweifelten derweil am Hamburger Torwart Hannes Helm. Gut ein Dutzend Würfe in Folge parierte der 24-Jährige in Folge. Helm schien unüberwindbar. Doch Ende der dritten Viertels riss der Faden. Hellas gelang dreieinhalb Minuten vor Spielende der 9:9-Ausgleich. Es begann das große Zittern, wer übernimmt Verantwortung im Abschluss? Hier nun sollte Timo Wachtel in den Blickpunkt rücken. Erst scheitete der 29-Jährige aus kurzer Distanz in einer Überzahlsituation, sorgte dann aber nach der langen Phase des Leerlaufs für Jubel in den Hamburger Reihen, als er 93 Sekunden vor Schlusspfiff mit einem Wurf aus der zweiten Reihe den Erfolg sicherstellte. Ausgerechnet Wachtel kassierte dann im Gegenangriff eine Zeitstrafe, doch Hannes Helm rettete mit einer weiteren Parade auf der Linie den glücklichen Auswärtssieg.

„Jetzt geht der Blick nach vorn“, sagte Reinhardt unter Hinweis auf das kommende Sonnabend (18 Uhr) anstehende Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger SpVG Laatzen in der Schwimmhalle Inselpark in Wilhelmsburg.
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