Wasserballer des SV Poseidon wollen gegen Laatzen die Vorentscheidung um die Meisterschaft

Nicht zum Wurf kommen lassen. Der Poseidone Patrick Weik stört den Torwurf des Laatzeners Spielers Björn Richter (schwarze Kappe).

Volle Konzentration aufs Spiel, gefeiert wird später!

Mit den Wasserballern des SV Poseidon zu reden ist derzeit schwierig. Sie offenbaren nicht viel, lassen lieber Taten sprechen. Nach zuletzt zwei vergeblichen Anläufen in die 1. Bundesliga scheint ihr neues Konzept erfolgreich zu sein. Florian Lemke stieg zu Saisonbeginn aus dem Wasser. Statt als wurfgewaltiger Angriffscenter mit Treffern von sich reden zu machen, spricht er als Coach viel mit dem Team. Nach außen hin jedoch herrscht hanseatisches Understatement. Der neue Stil des 26-jährigen Trainer scheint erfolgreich zu. Am Sonnabend (18 Uhr, Inselparkbad Wilhelmsburg) will der Tabellenführer im Spitzenspiel gegen die SpVg Laatzen einen großen Schwimmzug Richtung Meisterschaft in der 2. Liga Nord machen. Für die Experten wäre ein Erfolg gegen den Verfolger und letztjährigen Bundesligaabsteiger aus der Region Hannover (derzeit drei Punkte hinter Poseidon), bei noch drei ausstehenden Spielen, gleichbedeutend mit dem Titel und der Qualifikation zum Bundesligaaufstiegsturnier (2./3. Juli, Ort noch unbekannt). Doch Lemke bremst die Euphorie. „Das wäre respektlos gegenüber Warnemünde“, bemüht sich der IT-Experte um Zurückhaltung. Um die Sektkorken knallen zu lassen, muss beim bislang noch sieglosen Schlusslicht von der Ostsee ein weiterer Sieg eingeschwommen werden.

Extrameilen für den Sieg - Lemke scheucht Poseidon durchs Wasser

Für große Geburtstagsfeiern blieb in den vergangenen Tagen keine Zeit. Den Spielern Niklas Schmidt (21) und Jakob Haas (28) wurde die Tage nur mit einem „kurzen Ständchen der Mannschaft gratuliert“, so Lemke. „Viel Luft zum Singen hatten die Spieler eh nicht mehr. Ich habe sie unter der Woche mit intensiven Schwimmübungen auf das Gipfeltreffen vorbereitet“, grinst der Coach. „Wir sind bereit zum Fight“. Den Ball nimmt Gästetrainer Carsten Stegen gerne auf. „Wir werden gegenhalten, wir wollen die Liga spannend halten.“ Die Laatzener sind die einzigen Gäste, die im Wilhelmsburger Inselparkbad bislang gewinnen konnten. Vor drei Jahren versenkten sie mit einem 5:4-Sieg die Hoffnungen auf die Nord-Meisterschaft des damaligen Poseidon-Trainers Sven Reinhardt.

Interesse steigt am SV Poseidon

Der Auftrieb sorgt auch bei den Protagonisten am Beckenrand für Freude. Zum Spiel am Sonnabend haben sich einige Pressevertreter und Fotografen angemeldet, vermeldetet Pressesprecher Jens Witte. Auskunft über die Planungen für einen möglichen Erstligaauftritt gibt Teammanager Lars Hinkelmann jedoch noch nicht öffentlich. Ganz nach dem Stil der Zeit, erst siegen, dann reden!
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