Poseidons Jugend trainierte 12 Tage im Land des Weltmeisters

„Wir haben viel gelernt in Budapest“, ist Poseidons Nachwuchsspieler Lukas Lujic zufrieden. Der 14-Jährige ist der Abwehrstratege der Hamburger.
 
Platz für 7.000 Zuschauer: Im Alfred-Hajós-Freibad wird 2016 um die Wasserball-Weltmeisterschaft gespielt. Mitte März konnten die Poseidonen bei frühlingshaften Bedingungen bereits draußen trainieren.

Von der Elbe an die Donau - Budapest das Mekka des Wasserballsports

Hamburg. Das Paradies für Wasserballer liegt in Ungarn! Davon konnten sich die Kinder und Jugendlichen des SV Poseidon überzeugen. Die zehn- bis 15-jährigen Hamburger Wasserballer nutzten die Hamburger Frühjahrsferien zu einem Trainingslager im Lande des Rekordolympiasiegers Ungarn.

Margareteninsel – Eine Insel voller Bäder


Per Flieger ging es nach Budapest und dann gleich auf die bekannteste Donauinsel der ungarischen Hauptstadt. Auf der Insel liegt das Leistungszentrum des ungarischen Wasserballs. Die Poseidonen trainierten auf der weitläufigen Anlage des Alfred-Hajós-Schwimmsportkomplexes mit insgesamt acht Becken (fünf Frei- und drei Hallenbädern) drinnen wie draußen.

Höhepunkte waren die gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Nachwuchs des Erstligisten UVSE Budapest im großen Wettkampfbecken mit 7.000 Zuschauerplätzen, wo 2014 die Europameisterschaft stattgefunden hat und im nächsten Jahr um die Weltmeisterschaft gespielt werden wird.

Co-Trainerin Anne Marie Fröhlich war begeistert von Budapest. „Neben exzellenten Wasserballmöglichkeiten boten uns die zwölf Tage an der Donau weitere tolle Freizeitaktivitäten“. Das Team trainierte zweimal täglich im Wasser, dazu kam Athletiktraining an Land. In der Freizeit wurden viele Sehenswürdigkeiten besucht. Aber auch sportlich wurde es nie langweilig. Die Poseidon-Jugend traf die Frauen-Nationalmannschaft von Kanada, die sich auf das Olympia-Qualifikationsturnier zusammen mit dem bereits qualifizierten Europameister Ungarn vorbereitete. Poseidon und die Nationalspielerinnen trainierten im selben Becken.

An einem Abend sahen die Hamburger Nachwuchshoffnungen, wie professionell der Wasserball in Ungarn präsentiert wird. Schon Stunden vor dem Erstligaspiel des Gastgebers UVSE Budapest gegen Kaposvár baute das Fernsehen zahlreiche Kameras für die Liveübertragung auf. Entlang des Beckens installierten die Techniker eine elektronische Werbebande. Nach dem Kellerduell, das 10:10-Unentschieden endete, folgten Interviews und Analysen im TV.

Im Land der unbegrenzten Wasserballmöglichkeiten


„In Ungarn ist Wasserball Nationalsport“, erklärt Poseidons Trainer Attila Kaposnyák. Er ist gebürtiger Budapester und lernte das Wasserballspielen beim UVSE. „Es ist wie in meiner Jugend, Wasserball ist erste Wahl bei den Kindern. 300 Jungen und Mädchen spielen in meinem Heimatverein Wasserball. Jeden Tag in der Woche kann der Nachwuchs schon ab dem frühen Nachmittag unter Anleitung von einem Dutzend hauptamtlicher Trainer ins Becken steigen. Meist tummeln sich 80 bis 100 Nachwuchsspieler gleichzeitig im Wasser.“ Es ist daher kein Wunder, dass Ungarn seit 90 Jahren an der Weltspitze spielt und mit neun Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen Rekordhalter ist.

Hamburger suchten die Herausforderung gegen Ungarn


Gab es anfangs noch ordentlich was auf die Ohren, hielten die Hamburger im Verlauf der zwölf Tage immer besser mit dem heimischen Nachwuchs mit. „Wir haben viel gelernt in Budapest“, ist Poseidons Nachwuchsspieler Lukas Lujic zufrieden. Der 14-Jährige ist der Abwehrstratege der Hamburger.

Norddeutsche Meisterschaften nun das Ziel der Poseidonen


Nach den Einblicken in den ungarischen Wasserball und was dort, in einem nicht sehr reichen Land, mit Leidenschaft und Liebe für den Sport alles erreicht werden kann, steht nun als nächstes Ziel für die Hamburger die norddeutsche U15-Meisterschaft auf dem Programm. Bis dahin trainieren die Jugendlichen jeden Wochentag bis auf Mittwoch ab 18 Uhr unter Anleitung ihres ungarischen Trainers Attila Kaposnyák in der Inselparkschwimmhalle. Wasserbegeisterte Jungen und Mädchen ab zehn Jahren können jederzeit das schnelle Spiel mit Ball ausprobieren.
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