Matthias Witthaus: Rückkehr zum DHB

Polo-Spielertrainer Matthias Witthaus gehört zu den erfolgreichs-ten deutschen Hockeyspielern und kehrt nun als Co-Trainer zum Deutschen Hockey-Bund zurück. Foto: dha

Hockey: Rekord-Nationalspieler trainiert die Herren des
Polo Clubs und jetzt auch die deutsche U21

Jens Beeskow, hHamburg-West

Rekord-Nationalspieler, zweifacher Olympiasieger, mehrfacher Welt- und Europameister: Nach den Olympischen Spielen in London im Jahr 2012 hatte Matthias Witthaus nach 364 Länderspielen für den A-Kader des Deutschen Hockey-Bundes seine aktive Laufbahn auf Weltniveau beendet. Jetzt, ziemlich genau einen olympischen Zyklus später, kehrt der mittlerweile 34-Jährige zurück zum deutschen Hockey-Dachverband – als Co-Trainer der U21-Junioren an der Seite von Nationalcoach Valentin Altenburg. Sportlicher Leiter in der Ho-ckeyabteilung des Hamburger Polo Club bleibt er weiterhin.
Im vergangenen Jahr hatte „Witti“ schon einmal auf einem DHB-Lehrgang unterstützt. „Es hat wirklich viel Spaß gemacht, mal wieder beim DHB dabei zu sein“, berichtet Witthaus. Die Maßnahme war offenbar gut angekommen, denn nach den Olympischen Spielen rief Altenburg erneut an und fragte, ob er sich nicht ein regelmäßigeres Engagement als Co-Trainer der Junioren vorstellen könne. „Da musste ich wirklich nicht lange überlegen. Es ist für mich eine große Freude, mit den jungen Spielern arbeiten zu können und sie zu entwickeln.“
Kleine Randnotiz: Beim letzten EM-Triumph der deutschen U21-Junioren im Jahr 1998 war ein damals erst 15-jähriges Talent namens Matthias Witthaus dabei. Jetzt, fast 20 Jahre später, steht er beim nächsten Anlauf im September in Valencia (ESP) an der Seitenlinie. „Ich war selbst sehr früh mit dabei und weiß, was es braucht, um sich durchzusetzen“, sagt Witthaus. „Ich denke, ich kann den Jungs viel von meinen eigenen Erfahrungen mitgeben, den Willen, absolute Topleistungen zu bringen, und die entsprechende Siegermentalität herauskitzeln. Die erfolgreiche Generation, deren Teil ich sein durfte, stand für bestimmte Werte, die auch heute nach wie vor gefragt sind.“
Das Fernziel: Olympia 2020 in Tokyo

Cheftrainer Valentin Altenburg jedenfalls freut sich auf die Zusammenarbeit mit der DHB-Legende: „Wittis Engagement ist hier längerfristig Richtung Olympia in Tokio 2020 ausgelegt. Er ist ein ideales Vorbild für junge Talente, auch weil er wie kein anderer dafür steht, bereits mit 15 Jahren Junioren-Europameister geworden zu sein und mit 16 Jahren im A-Kader debütiert zu haben, um noch im selben Jahr auch dort Europameister zu werden.“
Als Spielertrainer des Hamburger Polo Clubs hatte Witthaus gerade den Aufstieg in die Hallenhockey-Bundesliga geschafft und damit den Durchmarsch aus der Oberliga perfekt gemacht. Bei der Fülle und auch dem abzusehenden Aufwand der anstehenden Aufgaben denkt er allerdings erstmals darüber nach, zumindest als Spieler den endgültigen Schritt in den Hockey-Ruhestand zu treten. Als Trainer startet er ja gerade erst richtig durch.
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