Machtkämpfe beim SV Lurup

Sicher ist beim SV Lurup, dass das Stadion an der Flurstraße bald Geschichte sein wird. Foto: ge

Sparten rebellieren gegen den Gesamtvorstand

Von Gerd Eichbaum.
Bis zur regulären Mitgliederversammlung im April oder Mai kommenden Jahres bleibt zunächst einmal alles wie es war. „Wir müssen nacharbeiten. Die Abteilungsleiter haben den Vorstand nicht unterstützt“, kommentierte Susanne Otto, die 1.Vorsitzende des SV Lurup, die Ergebnisse einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung. Auf der hatte eine Mehrheit unter 151 stimmberechtigten Mitgliedern eine neue Beitragsstruktur abgelehnt.
Dabei geht es um wesentlich mehr als nur eine neue Beitragsstruktur. Es geht um Macht und Einfluss. Der SV Lurup ist nach einem Spartensystem organisiert, in dem die einzelnen Sparten ihre Etats selbst verwalten. „Die Abteilungen haben mehr Bewegungsgeld als der Gesamtverein. Der Vorstand wollte mehr Einfluss. Am wichtigsten ist der für zukünftige Investitionen“, so Otto zur Intention der Vorstandspläne. Vor allem bei älteren Mitgliedern habe jedoch der Eindruck vorgeherrscht, sie sollten entmündigt werden.
„Viele Entwicklungen sind verschlafen worden“
„Aber mit unserer jetzigen Struktur kommen wir nicht weiter. Zehn Jahre lang ist im Verein nichts passiert, sind viele Ent-wicklungen verschlafen worden“, hält Otto dem eine schonungslose Bestandsaufnahme entgegen. Und ist sicher, „dass wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.“ Ob wenig mehr als ein Vierteljahr dazu ausreicht, muss sich zeigen. Die reguläre Mitgliederversammlung erhält zusätzliche Brisanz noch dadurch, dass auf ihr Susanne Otto und der 3.Vorsitzende Dr. Turgay Eroglu zur Wahl stehen werden.
Aber unabhängig davon, wer den Verein zukünftig leiten wird: Er oder Sie wird vor dem Problem stehen, jüngere Vereins-mitglieder für die Vorstandsarbeit zu begeistern. Der überalterte Vorstand kann eine Verjüngung dringend gebrauchen. Ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung wichtiger Zukunftsaufgaben soll ein neuer Geschäftsführer sein. Derzeit laufen die Bewerbungsgespräche „Wir sind da zuversichtlich“, sagt Otto.
Klarheit herrscht immerhin beim Termin für die Inbetriebnahme der neuen Sportanlage am Vorhornweg. „Ich gehe von Anfang April aus“, so Otto.
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