Ein Handball-Macher

Lutz Bernegg hat den Born-Pokal mit ins Leben gerufen. Foto: kp flügel

Lutz Bernegg leitete 40 Jahre lang das legendäre Freiluftturnier um den Born-Pokal

KP Flügel, Hamburg
Das große Handball-Turnier des SV Osdorfer Born (SVOB) hat Lutz Bernegg 40 Jahre lang als Turnierleiter organisiert. „Erst hat es ganz klein angefangen, vielleicht waren es am Anfang fünf oder sechs Mannschaften“, erinnert sich der Osdorfer. Dieses Jahr tummelten sich wieder über 100 Handballteams aus ganz Norddeutschland auf der Sportanlage am Kroonhorst zum Born Pokal. Seit 20 Jahren nimmt regelmäßig die aus Mitgliedern des SVOB und des SV Lurup bestehende Spielgemeinschaft Osdorf/Lurup teil. Das Frauenteam verteidigte im Juni erfolgreich den Pokal. Bernegg hat seine Aufgaben abgegeben, aber er kommt immer noch zu „seinem“ Turnier.Lutz Bernegg ist 1968 zum Osdorfer Born gezogen. „Es gab hier keine Sporthalle, geschweige denn einen Bolzplatz.“ Bewohner wurden damals aktiv, um das Wohnumfeld mitzugestalten und gründeten die Interessensgemeinschaft Osdorfer Born. Er selbst zählt zu den Gründungsmitgliedern des SV Osdorfer Born. Das erste Handball-Turnier fand 1973 auf dem Sportplatz Kroonhorst statt.
Handball hat das Leben von Lutz Bernegg schon von frühester Kindheit an geprägt und tut dies noch immer. Sich selbst bezeichnet er nicht als Spitzenspieler, dafür sei er nicht groß genug gewesen. „Aktiv gespielt habe ich bis zu meinem 60. Lebensjahr. Mit 50 habe ich noch Jugendmannschaften trainiert. Dann war Schluss.“ Die Förderung des Sports war und ist seine Herzensangelegenheit. Noch immer pfeift er als Schiedsrichter Spiele. „Mit 22 Jahren habe ich meinen Schein gemacht, pfeife seit über 50 Jahren. Das machen nur wenige.“
Heute kümmert er sich im Verein um die Präventionsarbeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. Da ist es schwer, sich vorzustellen, dass er beim Turnier nicht mehr mitmischt. „Bei meinen Nachfolgern habe ich das gute Gefühl, dass es läuft. Ich gehe nur noch zum Kaffeetrinken nachmittags am Sonntag hin.“



❱ Lutz Bernegg, Jahrgang 1945, lernte Bootsbauer für Segel- und Motorboote und Yachten; 1966 zog er nach Hamburg, studierte Schiffsbauingenieurwesen, danach arbeitete er bei der Deutschen Werft auf Finkenwerder. Bedingt durch die Werftenkrise später Tätigkeiten in den Bereichen Jalousiebau, Öltank-Reinigung, Großküchentechnik und im Großhandel für Verpackungen.
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