Wunschstunde in Lurup

Katharina (10), Justin (10) und Marvin (9) tragen den Plan, den sie ausgearbeitet haben, zur Pinnwand. Auf der Karte haben sie eingetragen, was sie sich für Lurup wünschen, unter anderem ein Schwimmbad und einen Kletterpark. (Foto: ch)

Bürgerbeteiligungs-Workshops im Umfeld der Planungen zum Technologiepark

von Christiane Handke, Lurup - Es geht um eine knapp 16 Hektar große Fläche in Lurup. Diese wird sich in den nächsten Jahren total verändern. Damit Anwohner und Nutzer möglichst früh eingebunden werden in den Planungsprozess, fanden Workshops statt. Am Dienstag vergangener Woche hieß es für Kinder und Jugendliche: Feuer frei für Wünsche!
Rund 130 Schüler kamen in der Pausenhalle der Stadtteilschule zusammen, um zu erzählen, was ihrer Meinung nach im Stadtteil fehlt. Der Wunschzettel ist lang und reicht von Heißluftballon-Station und Barfußpark über Profischwimmhalle, Kletterpark und Wasserpark bis zu Disco, Reithalle und Paintball, Indoor-Tennis und – ein „Altersheim mit Wellnessbereich“.
Justin (10) fiel mit einem originellen Vorschlag auf: Er wünscht sich eine Ausstellung mit „Hamburgs Wahrzeichen in klein, zum Beispiel den Michel und die Elbphilharmonie“.
Das planen Politik und Verwaltung: Im Dreieck zwischen Luruper Chaussee, Vorhornweg und Volkspark – ehemals Friedhofserweiterungsgelände – sollen ein Technologiepark und ein Technologiezentrum mit Forschungseinrichtungen entstehen. Im Zuge dessen werden Schulgebäude verlagert, neue Sportstätten gebaut. Grünanlagen entstehen neu. Eine Chance für die Luruper mitzuplanen. Die Bürgerbeteiligung bietet jedoch keine Möglichkeit, die Entwicklung grundsätzlich zu verhindern oder in eine ganz andere Richtung zu lenken: Ob Technologiepark und -zentrum kommen, ist keine Frage mehr. Sie kommen und werden sechs bis sieben Hektar Platz fordern.
Für das Umfeld jedoch dürfen Wünsche und Ideen geäußert werden. Dazu gehören die Sportflächen. Möglichst in enger Abstimmung mit dem SV Lurup werden die Schule Vorhornweg und die Sportplätze an der Flurstraße ihre Standorte tauschen. Die Schule zieht an die Flurstraße, hinter ihr „Stammhaus“, der Stadtteilschule Lurup; die Sportplätze werden ungefähr dort neu entstehen, wo heute noch die Schule Vorhornweg steht.
Während viele Luruper sich auf neue Kunstrasenplätze freuen, haben andere Bedenken: Anwohner der Flurstraße meldeten sich auf der Erwachsenen-Workshop im Februar zu Wort: Sie fürchten Beeinträchtigungen durch den erweiterten Schulbetrieb und fordern eine „Volksabstimmung.“
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