Wohnungen – oder doch Container?

In Eidelstedt werden neue Wohnungen gebaut. So viel steht fest. Wie viele für Flüchtlinge entstehen, wird noch diskutiert.
Hamburg: Hörgensweg |

Wie und wo in Eidelstedt Flüchtlinge dauerhaft wohnen sollen

Über Hunderte neue Sozialwohnungen für Flüchtlinge am Hörgensweg wird weiter dis- kutiert. Fest steht unterdessen: An der Lohkampstraße wird ein kleines Wohnhaus für geflüchtete Jugendliche angemietet. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was soll am Hörgensweg passieren?

Auf der seit Jahrzehnten brachliegenden Gewerbefläche (Luserke-Gelände) nahe der Autobahn 23 sind Sozialwohnungen geplant (das Elbe Wochenblatt berichtete). Der Bezirk Eimsbüttel hat dieses Grundstück vorgeschlagen, um die bis Ende 2016 vom Senat geforderten Hunderten neuen Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Wie viele Wohnungen entstehen sollen, ist unklar. Schätzungen reichen von 200 bis zu 600. Unterkommen könnten dort somit 1.000 bis 3.000 Menschen – gemäß Senatsvorgaben sind pro Wohnung fünf Bewohner vorgesehen. Laut Bezirksamt können derzeit noch keine verlässlichen Zahlen genannt werden. Es werde noch geprüft, ob das Grundstück für Wohnungsbau brauchbar sei. Diskutiert wird offenbar, die Fläche teilweise mit Containern zu bebauen, teilweise mit festen Wohnhäusern.

Wer macht das?
Im Gespräch ist das süddeutsche Immobilienunternehmen Isaria, dem das Grundstück anhand gegeben – also für ein Bauprojekt reserviert – wurde. Die Stadt strebt bei den zukünftigen Sozialwohnungen an, auch private Firmen bauen zu lassen.

Was entsteht an der Lohkampstraße?
In ein fast fertiges Wohnhaus sollen bis zu 40 minderjährige Flüchtlinge zwischen 16 und 21 Jahren einziehen. Die Stadt plant dort langfristig eine Jugendhilfeeinrichtung. Prinzip: Die Bewohner leben dort weitgehend eigenständig und versorgen sich selbst, werden aber bei Bedarf von Pädagogen unterstützt. In solche Wohngruppen kommen meist Jugendliche, die relativ selbstständig sind, zur Schule gehen oder später eine Ausbildung beginnen. Die neuen Bewohner sollen nach jetzigem Stand ab Anfang 2016 in das Haus einziehen.

Infos

Über das Jugend-Wohnhaus an der Lohkampstraße informiert der Landesbetrieb Erziehung und Beratung am Mittwoch, 18. November, ab 19 Uhr in der Stadtteilschule Eidelstedt, Lohkampstraße 145.

Das Bezirksamt Eimsbüttel plant zudem für Dienstag, 24. November, eine Info-Veranstaltung zur Notunterkunft im Ex-Praktiker-Baumarkt am Hörgensweg. Beginn: voraussichtlich um 18 Uhr im Gymnasium Dörpsweg, Dörpsweg 10.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.