Wohnungen für Flüchtlinge - umstritten

Wohnungsbau für Flüchtlinge: In Eidelstedt nicht bei allen Bürgern willkommen.

Eidelstedt: Wie es am Duvenacker und am Hörgensweg weitergeht

Die Behörden informieren demnächst über die Pläne für Flüchtlingswohnungen am Hörgensweg und am Duvenacker. Eine Initiative aus Eidelstedt will beide Baugebiete verhindern. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Worum geht es am Hörgensweg?
Auf der sogenannten Luserke-Fläche am Hörgensweg sollen Sozialwohnungen entstehen, ein Teil davon für Flüchtlinge. Zuletzt war die Rede von insgesamt etwa 600 Wohnungen, die auf der seit Jahrzehnten brachliegenden Gewerbefläche geplant sind. Das Bezirksamt Eimsbüttel stellt am Mittwoch, 6. April, die bisherigen Planungen vor. Mit dabei sind die Projektentwickler der Immobilienfirma Fewa (baut auch am Furtweg auf dem Sportplatz) und Vertreter der städtischen Gesellschaft Fördern & Wohnen, die die Sozialwohnungen für Flüchtlinge für 15 Jahre mieten soll.

Was ist am Duvenacker geplant?

Am Duvenacker sind die Pläne schon weiter fortgeschritten: Dort sollen gut 110 Sozialwohnungen auf einer laut Behörde bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche entstehen. Eine Diskussion zum Entwurf des Bebauungsplans Eidelstedt 75 gibt es am Dienstag, 12. April, ab 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Dörpsweg. Ab 19 Uhr können Details der Pläne eingesehen werden.

Welche Kritik gibt es an den Plänen?
Sowohl am Duvenacker als auch am Hörgensweg haben sich Initiativen aus Anwohnern und Nachbarn gegründet, um gegen die Pläne vorzugehen. Hauptargument: Eidelstedt habe bereits einen hohen Anteil „sozial Schwacher“, kommen Flüchtlinge dauerhaft hinzu, sei das zu viel für den Stadtteil. Die Initiative Sozial-Gerechtes Eidelstedt will Sozialwohnungen auf beiden Flächen komplett verhindern. Am Hörgensweg sollten höchstens Gewerbe oder eine Kleinsiedlung aus Einzelhäusern und Eigentumswohnungen entstehen, so die Forderung. „Der Zuzug weiterer sozial Schwacher würde diese Region in Eimsbüttel hingegen zu einem geschlossenen sozialen Brennpunkt verwandeln“, heißt es.

Infoabende
Zum Hörgensweg: Mittwoch, 6. April, 18 Uhr, Aula der Julius-Leber-Schule, Halstenbeker Straße 41

Zum Duvenacker: Dienstag, 12. April, 19.30 Uhr, Aula des Gymnasiums Dörpsweg,
Dörpsweg 10
Infos: 428 01 35 57
❱❱ www.hamburg.de/stadtplanung-eimsbuettel
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