Wohnquartier Hörgensweg: Bürgerforum Eidelstedt fordert Verbesserungen

Modell des geplanten Quartiers Hörgensweg: Rechts sind Wohnblöcke für Flüchtlinge, die Fläche links daneben soll in einem Wettbewerb gestaltet werden. Es gibt Kritik, dass Bürger nicht angemessen beteiligt werden. (Foto: pr)

Stadtteilgremium diskutiert aktuelle Pläne am Dienstag, 28. Juni

Das geplante Wohnquartier am Hörgensweg ist ein zentrales Thema, das im nächsten Bürgerforum diskutiert wird. „Nicht glücklich, aber machbar“ lautet das Urteil in einer Stellungnahme, die verabschiedet werden soll. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist dort geplant?

In dem neuen Wohnquartier auf der ehemaligen Süptitz-Fläche sollen voraussichtlich bis zu 800 Wohnungen entstehen - davon 350 für Flüchtlinge. Diese sollen offenbar in acht siebengeschossigen Gebäuden zur Autobahn hin unterkommen. Der Rest des Geländes hin zum Hörgensweg wird mit Sozial- oder regulären Mietwohnungen bebaut. Dafür gibt es einen Wettbewerb.

Was wird kritisiert?
Zum einen, das bereits feststeht, wo wie viele Flüchtlingswohnungen hinkommen. Zum anderen, dass unklar ist, wie Vorschläge der Bürger in die Planungen mit einbezogen werden. Das Bürgerforum fordert eine „ernst- hafte Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe“ und macht Vorschläge dazu.

Welche zum Beispiel?

Besserer Lärmschutz, ein Teil des Geländes als Gewerbefläche, Gemeinschaftsflächen und Orte der Begegnung, zum Beispiel eine Mehrzweckhalle. Es sollen in den Gebäuden so schnell wie möglich reguläre Mietwohnungen und Sozialwohnungen „gemischt“ werden, damit die Flüchtlinge nicht nur unter sich bleiben.
Zudem müsse die Infrastruktur (öffentlicher Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten) verbessert werden. Vorgecshlagen wird auch eine Erweiterung des Quartiertreffpunkts Wichmannhaus.

Gibt es Kontroversen?
Ja. Das Bürgerforum vertritt eine kritische, aber nicht ablehnende Haltung. Die Initiative Sozial gerechtes Eidelstedt ist gegen jegliche Flüchtlings- oder Sozialwohnungen in dem neuen Quartier. Die CDU teilt diesen Standpunkt und nennt die Bürgerbeteiligung ein „Feigenblatt“, Rot-Grün in Eimsbüttel ist für eine Teilbebauung mit Wohnungen für Geflüchtete.

Treffen
Dienstag, 28. Juni, 19 bis 21 Uhr, Eidelstedter Bürgerhaus, Alte Elbgaustraße 12.
Themen: Förderprogramme in Eidelstedt, Planung Quartier Hörgensweg, Integrationskonzept.


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