„Wir haben Gewinn gemacht!“

Navina kommt zwar aus Ellerbek, machte aber in Lurup mit beim Projekt Sommerunternehmer. Sie nähte Taschen.

Ein Backstand ist eines der Jungunternehmer-Projekte, das zwei Luruper Schülerinnen in den Sommerferien gründeten

- Karin Istel, Lurup - Die meisten Schüler machen in den Sommerferien Urlaub. Nicht so Anna-Lena und Jennifer Christin. Sie stiegen als Jungunternehmerinnen ins Geschäftsleben ein. Vier Wochen lang probierten die Schüler aus, was Selbstständigkeit bedeutet. Das Startguthaben von 200 Euro stellte der Verein Future Preneur zur Verfügung. Unterstützt wurden die beiden Jungunternehmerinnen gemeinsam mit weiteren zwölf Start-up-Unternehmern von Fachkräften des Freizeitreffs Luur-up und aus dem Jugendcafé.
„Wir waren Backunternehmer. An unserem Stand haben wir selbst gebackene Cake-Pops verkauft. Das ist Gebäck an
Lolli-Sticks“, erklärt Jennifer Christin. „Und die haben wir dann an unserem Stand, zum Beispiel im Böverstland, verkauft. Die Betreuer haben auch Kontakte vermittelt, so dass wir ganz schön viele Kunden hatten“, freut sich die 16-Jährige.
Einen Monat lang trafen sich die 14- bis 17-Jährigen mit Kers-tin Heuer vom Verein Future Preneur, Maja Singer vom Jugendcafé und Caroline von
Lowtzow vom Freizeittreff. „Wir haben erst einmal gemeinsam geschaut, welche Fähigkeiten und Kompetenzen die Jugendlichen haben. Daraus wurde dann eine Geschäftsidee entwickelt“, blickt Heuer zurück. Sie setzte das bundesweit einmalige Projekt „Sommerunternehmer“, das aus Schweden kommt, gemeinsam mit den beiden Luruper Jugendeinrichtungen vor Ort um.
Für die Jungunternehmer hieß es den ganzen Sommer lang: Ärmel hochkrempeln! Einkaufen, Backen, Stand aufbauen, das Gebäck präsentieren. Die beiden Unternehmerinnen wirbelten nur so.
Als Konkurrenz zu den „echten“ Selbstständigen sahen sie sich nicht. „Die Preise waren nicht so hoch wie beim Bäcker“, erklärt Anna-Lena.
„Es ist in erster Linie ein pädagogisches Projekt. Die Schüler sollen ihre Fähigkeiten entdecken, und es soll vorstellbar werden, im zukünftigen Beruf auch selbstständig sein zu können“, erläuterte Kerstin Heuer.
Obwohl die beiden geschäfts-tüchtigen Jungunternehmerinnen Gewinn machten, will keine von ihnen später in die Selbstständigkeit. Die beiden Schülerinnen wurden wie die übrigen zwölf Teilnehmer zu Projektende mit einem Diplom der Hamburger Handelskammer ausgezeichnet.
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