Winteridylle und Schneefrust

Auch Schneeballschlachten machten Mädchen und Jungen auf dem Luruper Rodelberg viel Spaß. Foto: mic

Kinder und ihre Eltern genossen die weiße Schneepracht – aber genervte Autofahrer

Michaela Conrad, Eidelstedt/Lurup
Weiße Weihnacht – wer träumt nicht davon? In diesem Jahr hat es in Hamburg nicht nur mit dem weißen Nikolaustag geklappt, sondern es schneit seitdem immer wieder. Allerdings kippte das Wintermärchen ab Sonntag zu einem Tauwetter, bei dem sich Regen und Schnee abwechselten.
Dem Betrachter bietet sich immer wieder ein idyllischer Anblick. Oben auf dem Luruper Rodelberg zum Beispiel lieferten sich am Wochenende Jungen und Mädchen eine kleine Schneeballschlacht, im „Tal“ gingen Väter und Mütter daran, den Hügel zu erklimmen, um mit Tempo den Berg hinabzugleiten. Rotwangige Kinder rollten riesige Kugeln durch den Schnee, um Schneemänner und –mauern zu errichten.
Den meisten Menschen schien das Winterwunderland zu gefallen. Deniz Uluk, der Sohn Berkay (5) auf dem Schlitten zog, bedauerte: „Schade, dass der Schnee schon wieder schmilzt.“ Ihm gefällt sogar das Autofahren bei diesem Wetter.
Celestino Redondo baut mit seiner dreijährigen Tochter Samantha einen Schneemann. Erinnerungen kommen auf: „Ich bin hier selber schon als Kind gerodelt“, sagte er und strahlt.
Felix Ballhausen, der direkt an der Luruper Chaussee sein Auto vom Schnee befreite, fand: „Das Wetter ist normal für diese Jahreszeit und in den vergangenen Jahren hatten wir auch viel Schnee“.
Der Eidelstedter Karl-Heinz Schneider ist nicht ganz so glücklich über das Winterwetter: „Es ist ja schön anzuschauen, aber der Straßenverkehr nervt. Ich brauche viel länger als sonst für meinen weiten Arbeitsweg.“
Die Eidelstedterin Rosi Kiel allerdings hatte sich am Sonntagmorgen sogar mit Stöcken ausgerüstet, um sich bei Glatteis abstützen zu können. Die 60-Jährige ging zu Fuß in ihre Schnelsener Kirche, um im Chor zu singen – der Fußweg über Schnee dauerte eine Stunde.
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