Wildwest am Ekenknick – wie wirds besser?

Wann? 04.09.2015 19:00 Uhr

Wo? Bürgerhaus Eidelstedt, Alte Elbgaustraße 12, 22523 Hamburg DE
Nicht ungefährlich: Ein älteres Paar will am Freitagmittag am Markttag den Ekenknick in Höhe der Postfiliale überqueren. Drumherum tobt der Autoverkehr. (Foto: rs)
Hamburg: Bürgerhaus Eidelstedt |

Ärger über rücksichtslose Autofahrer – Veranstaltung am 4. September

Von Reinhard Schwarz, Eidelstedt

Freitagmittag am Ekenknick im Zentrum von Eidelstedt: Ein älteres Ehepaar versucht, die Straße zu überqueren. Von allen Seiten kommen Autos heran, kümmern sich nicht um die beiden. Schließlich gelingt der Wechsel von einer Seite auf die andere. Kein Einzelfall: Kurz vorher versucht ein Mann mit Rollator, die viel befahrene Straße zu überqueren. Rücksicht der Autofahrer? Fehlanzeige.

Wildwest am Ekenknick – vor allem an Markttagen

Schließlich schafft der Gehbehinderte es, heil auf die andere Seite zu kommen. Besonders an Markttagen herrscht am Ekenknick, Ecke Lohwurt, Wildwest. Motto: Hoppla, jetzt komm' ich! „Ich bin vor einiger Zeit fast von einem Pkw umgefahren worden, der vor der Deutschen Bank rangierte“, schildert eine 51-Jährige.
Die Grünen wollen nun die Debatte über die Verkehrssituation in der „Innenstadt“ von Eidelstedt anschieben – mit einer Diskussionsveranstaltung am Freitag, 4. September, im Bürgerhaus, Alte Elbgaustraße 12. Beginn: 19 Uhr.
„Wir haben vor Ort sehr viel Parkplatzsuchverkehr“, stellt Klaus Hofmann (Grüne), Mitglied im Regionalausschuss Stellingen, fest. „Das führt zu sinnlosem Herumkurven, viele möchten direkt vor den Läden, die sie besuchen wollen, halten und parken.“ Doch diese Plätze sind bekanntlich begrenzt. Das hält aber die meisten nicht davon ab, erst mal ihr Glück zu versuchen. Wer keinen Parkplatz findet, parkt eben im Halteverbot – oder in der zweiten Reihe. Oder auf den Plätzen der Taxifahrer. Dabei gibt es am Ekenknick gleich zwei kostenlose Parkhäuser.

Polizei sieht keinen Handlungbedarf


Den Grünen ist klar, dass sie mit ihrem Vorstoß besonders bei den örtlichen Kaufleuten auf wenig Gegenliebe stoßen werden. Zudem hatte die Polizei jüngst signalisiert, dass kein Handlungsbedarf bestehe. „Die Verkehrsunfalllage“ am Ekenknick sei „unauffällig“, hatte es geheißen.
Philip Engler, grünes Mitglied in der Bezirksversammlung, kennt die Argumente, meint aber: „Wir wollen erst mal Ideen sammeln, bevor wir uns mit konkreten Vorschlägen an die Verwaltung wenden.“ Auch Parteikollege Hofmann gibt sich zurückhaltend: „Wir wollen zunächst hören, was die Bürger sagen.“

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Da muss sich was ändern am Ekenknick! Sonst gibt es dort einen schweren Unfall. Ist das Ihre Meinung? Oder finden Sie den Vorstoß der Grünen übertrieben: Wieder einmal geht man auf die Autofahrer los – wo sollen die denn noch hin?
Schreiben oder mailen Sie unter dem Stichwort „Ekenknick“ an: Eidelstedter
Wochenblatt, Harburger Rathausstraße 40, 21073 oder an post@wochenblatt-redaktion.de
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