Wie eine jüdische Familie enteignet und vertrieben wurde

Wann? 28.04.2015 19:00 Uhr

Wo? Bürgerhaus Eidelstedt, Alte Elbgaustraße 12, 22523 Hamburg DE
Salomon Bondy und einer seiner Söhne: Der Besitz des jüdischen Kaufmanns wurde unter den Nationalsozialisten an den Staat übertragen. (Foto: pr)
Hamburg: Bürgerhaus Eidelstedt |

"Geraubte Immobilien": Vortrag im Bürgerhaus Eidelstedt

Sören Reilo, Eidelstedt
Sie waren Kaufleute und besaßen viele Immobilien, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verloren sie alles: das Beispiel einer jüdischen Familie in Eidelstedt und Lurup. In einem Vortrag wird am Dienstag, 28. April, das Schicksal der Familie Bondy vorgestellt.
Salomon Bondy war ein wohlhabender Mann: Etwa 50 Hektar Immobilien besaß der Kaufmann, nach seinem Tod 1932 erbten die Nachfahren den Besitz. 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht, jüdischen Bürgern wurde nach und nach die Existenzgrundlage entzogen. Vertreibung und Ermordung begannen. Die Nachfahren Bondys mussten ihren Besitz aufgeben, bis 1939 wurden Grundstücke und Immobilien dem Staat übertragen. Nazi-Begriff: „Arisierung“. Die Erbengemeinschaft musste damals für einen Spottpreis verkaufen, Nutznießer waren unter anderem der Luruper Ortsbauernführer und die Hansestadt Hamburg, die einen Großteil des Besitzes erwarb.
Anke Schulz erläutert in einem Vortrag das Vorgehen der Hamburger Behörden, beschreibt Verfolgung und Flucht der Familie. Auch die Frage nach der heutigen Verantwortung wird gestellt. Beginn des Vortrags ist um 19 Uhr im Eidelstedter Bürgerhaus, Alte Elbgaustraße 12. Der Eintritt ist frei.
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Brigitte Thoms aus Lurup | 28.04.2015 | 09:49  
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