Was tun bei Depressionen?

Vor kurzem trafen sich Leiterinnen und Leiter von Selbsthilfegruppen im Rathaus der Stadt Schenefeld. Geplant ist die Gründung einer Selbsthilfegruppe für depressive Menschen sowie für Angehörige von Depressionserkrankten. Eingeladen hatte Ingrid Köhler-Krüger (l., zweite Reihe von oben), Leiterin der Sozialberatung Schenefeld. Im Vordergrund: Friederike Pavenstedt von der AG Barrierefreiheit.
Von Reinhard Schwarz.
Volkskrankheit Depression: Betroffene sind oft verzweifelt – aber auch Angehörige sind ratlos, wenn Partner oder ältere Kinder dauerhaft oder immer wieder niedergeschlagen sind. Zum Thema „Depression und Ängste“ referiert am Montag, 26. März, um 19 Uhr Dr. Diana Filler, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach dieser Infoveranstaltung im Rathaus Schenefeld, Holstenplatz 3-5, werden sich auf Initiative der Sozialberatung Schenefeld zwei Selbsthilfegruppen gründen: Die eine wendet sich an depressive Menschen, die zweite an deren Angehörige.
„Das Thema Depressionen spielt in unseren Beratungen zunehmend eine Rolle“, berichtet Ingrid Köhler-Krüger, Leiterin der Sozialberatung, bei dem jährlichen Treffen der Leiterinnen und (einem) Leiter von Selbsthilfegruppen in Schenefeld. „Dabei spielt auch die Angst vor Selbstmorden eine Rolle“, ergänzt Köhler-Krüger.
„Die Frage stellt sich für Angehörige, wie sie mit depressiv erkrankten Familienangehörigen umgehen“, formuliert Martina Höge das Problem. Die Rellingerin leitet eine Gruppe von depressiv Erkrankten. „Man kann nicht einfach sagen: ‚Stell dich nicht so an.’“ Viele Angehörige würden sich auch fragen: „Habe ich die Schuld?“, sagt Susanne Mahnke aus Moorrege. „Depression gilt immer noch als Makel“, sagt eine andere Gruppenleiterin. „Daher wollen wir die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen.“
Mehr Informationen gibt die Sozialberatung Schenefeld, Osterbrooksweg 4, unter Tel 83 03 73 73 jeweils montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie montags von 14 bis 17 Uhr.

Selbsthilfegruppen in Schenefeld
Betreut oder auch initiiert von der Sozialberatung Schenefeld gibt es mittlerweile Selbsthilfegruppen zu sieben Themen oder Erkrankungen. Die Gruppen kommen ohne professionelle Leitung aus und organisieren sich selbst. Es gibt Gruppen zu den Erkrankungen Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz), Multiple Sklerose, Krebsnachsorge sowie Depression und Angst. Zudem gibt es eine Trennungsgruppe für Menschen, die unter der Trennung vom Partner leiden, sowie die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit.
Nähere Informationen bekommen Interessierte über die Sozialberatung Schenefeld, Osterbrooksweg 4, Tel 83 03 73 73.
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