Warum fährt der Bus nicht häufiger?

Ein Bus der Linie 181 in Eidelstedt: An der Haltestelle Niendorfer Gehege ist häufig Endstation. Ins Eidelstedter Zentrum geht es nur stündlich weiter. (Foto: jbd)

Linie 181: Bezirkspolitiker fordern bessere Verbindungen für Eidelstedts Osten – Hochbahn lehnt ab

Jasmin Bannan, Eidelstedt

Anita Karrenhof und ihre Familie wohnen im östlichen Zipfel Eidelstedts, nahe am Niendorfer Gehege. Von ihrer Siedlung aus ist es schwierig, mit dem Bus zum Einkaufen ins Eidelstedter Zentrum zu kommen – und wieder zurück. Die Eidelstedterin nutzt die Linie 181 nahezu täglich, meist mit Sohn Jason im Kinderwagen. „Der 181er fährt leider nur alle Stunde bis zum Eidelstedter Platz und zurück. Wenn wir die Zeit verpassen, müssen wir laufen. Es wäre schon toll, wenn der Bus etwas häufiger fahren könnte“, wünscht sich die zweifache Mutter.

Bezirksversammlung will häufigere Fahrten

In der Eimsbütteler Bezirksversammlung wurde gefordert, die Busse der Linie 181 zwischen Niendorfer Gehege und Eidelstedter Platz/Jaarsmoor häufiger fahren zu lassen. Der Bus sollte in den Hauptverkehrszeiten morgens und am späten Nachmittag mindestens alle 20 Minuten, ansonsten mindestens im halbstündigen Takt bis ins Eidelstedter Zentrum und von dort aus wieder zurück verkehren, so die Forderung.
Geht das? Das Elbe Wochenblatt hat bei der Hamburger Hochbahn nachgefragt. Sprecher Christoph Kreienbaum erklärt: „Die Linie 181 hat werktäglich rund 7.000 Fahrgäste – davon nutzen nur etwa 400 Fahrgäste den Abschnitt Jaarsmoor – Niendorfer Gehege. Die Busse sind durchschnittlich mit neun Personen besetzt.  Nur die Haltestellen Jaarsmoor (66 Einsteiger), Dörpsweg (18 Einsteiger) und Steinwiesenweg (10 Einsteiger) werden dabei exklusiv von der Linie 181 bedient. Eine Verdichtung des Taktes über die 20 Minuten hinaus ist bei allem Verständnis wirtschaftlich nicht vertretbar.“

Hochbahn: Mehrfahrten sind zu teuer

Im Klartext: Zu wenig Fahrgäste nutzen die Teilstrecke, es wäre zu teuer, für diese extra Busse fahren zu lassen.
Auch wenn der 181 häufiger führe, rechnet Kreienbaum nicht mit deutlichen Nachfragesteigerung. Deshalb bleibt es bei einem klaren Nein.
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