Wann kommt die Bahn endlich, endlich nach Lurup?

Eine nagelneue U-Bahn zur Anbindung von Lurup, Osdorfer Born und den Arenen im Volkspark... das wärs doch! (Foto: pr)

Olaf Scholz erteilt der Hochbahn den Auftrag, Planungen für eine Erweiterung des U-Bahn-Netzes vorzulegen

Die gute Nachricht: Es gibt Pläne, Lurup und den Osdorfer Born, die „abgehängten“ Stadtteile, an das Hamburger Hochbahnnetz anzuschließen. Die schlechte Nachricht: Kann sein, dass das erst in 30 Jahren passiert.
Hintergrund: Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat sich auf die Fahnen geschrieben, den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt zu verbessern. Das Busbeschleunigungsprogramm ist die Sofortmaßnahme – deren Umsetzung ist im Gange: Überall in der Stadt, wie zum Beispiel an der Flurstraße, wurden und werden Kreuzungen und Bushaltestellen umgebaut. Nun hat Scholz sich in einem zweiten Schritt an die Hamburger Hochbahn gewandt. Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold: „Wir haben den Auftrag bekommen, das Hochbahnnetz der Zukunft zu planen.“ Inzwischen, fügt sie hinzu, sitzen schon zahlreiche Planer an diesem Projekt und ermitteln: Wo gibt es Bedarf für neue Linien und neue Haltstellen in Hamburg?
Lurup kommt sofort in den Sinn – mit knapp 35.000 Menschen der Stadtteil im Bezirk Altona mit den meisten Einwohnern, und es werden kontinuierlich mehr. Lurup wird weder von U- noch S-Bahn angefahren, obwohl seit Jahrzehnten immer wieder Forderungen laut werden und Pläne auftauchen, den Stadtteil an das Schienennetz anzubinden. Nach wie vor müssen die Luruper jedoch mit den zeitweise heillos überfüllten Bussen vorlieb nehmen.
Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold legt sich nicht mit einer Zusage auf Lurup fest, sagt aber: „Natürlich planen wir nichts aufs platte Land, sondern schauen, was sich lohnt: Wo leben die meisten Menschen?“ Ende dieses Jahres sollen die ersten Planungen für das neue, erweiterte Hochbahn-Netz dem Bürgermeister vorgelegt werden. Der Zeitrahmen für eine eventuelle Umsetzung: 2040.
Dazu der Chef der Luruper Verkehrs-AG Udo Schult: „Es bleibt zu hoffen, dass den schönen Worten aus der Politik zur Schienenanbindung Lurups und der Nachbargebiete auch entsprechende Taten folgen. Bisher kamen und gingen solche Bekundungen wie Ebbe und Flut.“

Vier Initiativen – die Borner Runde, die Luruper Verkehrs-AG, die Bürgerinitiative Volkspark und der Arbeitskreis Verkehrsplanung Schenefeld - haben sich unter dem Motto „Starten: Bahn West!“ zusammengeschlossen, um gemeinsam die Schienenanbindung zu fordern. Eine erste Podiumsdiskussion ist für Freitag, 28. März, 18 Uhr, im Bürgerhaus Bornheide, Bornheide 76, geplant. Als Referentin spricht Dr. Philine Gaffron vom Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Harburg.
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