Vorgestellt: Helfer im Hintergrund

Dienstherr über 250 Mitglieder und 30 Einsatzfahrzeuge: Altonas THW-Ortsgruppenleiter Axel Möller neben einem 25 Jahre alten Mercedes-Mannschaftswagen. Foto: cvs

Das Technische Hilfswerk Altona mit Sitz in Lurup
hilft bei Notlagen – in Hamburg und der ganzen Welt.

Selten hat ein Jahr so spektakulär begonnen wie 2012: In Harburg stand eine Lagerhalle lichterloh in Flammen, stundenlang kämpften auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) Altona gegen eine brennende Masse aus Heizöl und flüssigem Kautschuk an. Mithilfe der Feuerwehr konnte der Brand schließlich gelöscht werden, doch ihre gummiver-klebte Kleidung konnten die Altonaer THWer am Ende wegwerfen. Auch die Reifen der Einsatzfahrzeuge waren nicht mehr zu gebrauchen.
Derart Aufsehen erregend geht es beim THW nicht immer zu: Notunterkünfte einrichten, Sprengungen absichern, Keller auspumpen – all dies gehört zu den typischen Aufgaben der Organisation, die früher mal „Technische Nothilfe“ hieß. „Oft bekommt man unsere Einsätze gar nicht mit“, sagt Axel Möller, Leiter des Ortsverbands Altona.
Vor eineinhalb Jahren ist der Verband mit seinen 250 Mitgliedern von der Notkestraße in sein neues Luruper Domizil an der Fangdieckstraße umgezogen. 10.000 Euro an jährlichen Heizkosten werden dadurch eingespart. Zudem bietet der Neubau Garagen für die rund 30 Räum-, Bergungs-, Last- und Mannschaftswagen des Verbands. Die Anlage ist eine der größten und modernsten bundesweit. „Wir haben uns sozusagen zum Vorzeige-Ortsverband Deutschlands gemausert“, sagt Möller nicht ohne Stolz.
Die Mitgliedschaft beim THW ist ehrenamtlich, Neulinge müssen eine Grundausbildung absolvieren, die über drei Wochenenden geht. Lehrgänge in den Fachbereichen „Sprengen“, „Räumen“, „Infrastruktur“ und „Brückenbau“ schließen sich an.
Die Ausbildung bei der Altonaer Fachgruppe „Sprengen“ gilt als so gut und gründlich, dass sie selbst von der Polizei und vom Zoll in Anspruch genommen werden. Regelmäßige Katastrophen- und Deichverteidigungsübungen gehören zum Programm. Den meisten ist das THW für seine Auslandseinsätze ein Begriff, etwa nach Erdbeben oder anderen Naturkatastrophen. Einer der Altonaer THWer wurde gerade als Trinkwasserspezialist für vier Wochen nach Jordanien geschickt. „Das ist einer der Gründe, warum ich als junger Mann selbst beim THW eingetreten bin“, erklärt Möller. „Man kommt einfach viel in der Welt herum!“
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