Von klein auf anderen geholfen

Christa Helmke erhält den Ehrenpreis der Stadt Schenefeld. Foto: mic

Der Ehrenpreis der Stadt Schenefeld geht an Christa Helmke

Michaela Conrad, Schenefeld
Als Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof bei Christa Helmke anrief, war die 70-Jährige völlig verblüfft: Sie erfuhr, dass sie mit dem diesjährigen Ehrenpreis der Stadt ausgezeichnet wird. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt Christa Helmke, die seit 1974 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist.
Kaum war Christa Helmke wieder aus einem Kurzurlaub in Thüringen wieder zurück, da war sie wieder ehrenamtlich tätig: Gemeinsam mit einer seit nahezu 20 Jahren bestehenden Gemeinschaft, die eine Handvoll Mitglieder zählt, wusch sie das Geschirr nach der Weihnachtsfeier des Bürgervereines Schenefeld ab. „Unsere Ehrenämter üben wir vereinsübergreifend aus“, ist sich die fröhliche Gruppe einig. Und alle gönnen Christa Helmke den Ehrenpreis, der mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert ist.
„Ich würde hier auch als Schenefelder Bürgerin beim Abwaschen helfen, wenn ich nicht Mitglied in der AWO wäre“, sagt Christa Helmke und lacht. In das Ehrenamt ist sie hineingewachsen. 1947 war ihre Mutter Anne-Marie Elvert Gründungsmitglied des AWO-Ortsvereines Schenefeld. So lernte die junge Christa, was es bedeutet, ehrenamtlich tätig zu sein und trat in die Fußstapfen ihrer Mutter.
Bereits vor rund 50 Jahren half Christa Helmke, die mit ihrem Ehemann Lothar gemeinsam eine Schlosserei führte, bei Umzügen des Schützenvereines oder beim Kindergrün. Und seit 45 Jahren engagiert sich Christa Helmke ehrenamtlich für die Arbeiterwohlfahrt.
Mittlerweile reicht ihr Betätigungsfeld von regelmäßigen Spiele- und Seniorennachmittagen in der Paulskirche über Klönschnack oder Krankenbesuche bis zu Grillnachmittagen und Ausfahrten für Senioren.
Die zweifache Mutter und vierfache Großmutter, die zwei Mal in der Woche zum Sport geht, reist ansonsten gern mit Mann und Hund im Wohnmobil durch die Lande.
Am 13. Januar bekommt die vielbeschäftigte Seniorin während des Neujahresempfangs der Stadt Schenefeld den Ehrenpreis überreicht, für den sie der AWO-Ortsvereinsvorsitzende Albert Burs vorgeschlagen hatte. Die neunköpfige Jury war sich einig, dass Christa Helmke für ihre stille Arbeit, ohne großes Aufsehen in der Öffentlichkeit, diese Auszeichnung verdient hat.
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