Verhandelt mit vielen Anbietern!

Die gewählten Mietervertreter Anne-Dorle Vockeroth und Alfons Nitze fordern für die rund 330 Saga/GWG-Mieter in Eidelstedt-Nord den Wechsel zu einem günstigeren Energieversorger. E.ON Hanse verschickt seit Jahren an die GWG-Mieter hohe Nachzahlungsrechnungen und verlangt hohe monatliche Abschlagszahlungen. Foto: rs

Energieverträge laufen aus, aber Saga/GWG spricht nur mit E.ON – obwohl es andere Anbieter gibt

Von Reinhard Schwarz.
Ist ein Wechsel möglich? Seit Wochen verhandeln Saga/GWG und das Energieunternehmen E.ON über einen neuen Rahmenvertrag zur Belieferung von Mietern in Eidelstedt-Nord. Betroffen sind die Straßen Dallbregen, Hörgensweg und Rebenacker, deren Mieter seit Jahren über hohe Nachzahlungen von bis zu 1.600 Euro jährlich und monatliche Vorauszahlungen von bis zu 400 Euro im Monat klagen. Betroffen sind rund 330 Mieter. Der Vertrag zwischen Saga/GWG und E.ON – vor mehr als 20 Jahren noch mit dem einstigen städtischen Versorger Hein Gas geschlossen – läuft im September 2013 aus. Betroffene Mieter sowie Kommunalpolitiker fordern einen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.
Der Mieterverein zu Hamburg hatte auf den Versorger Urbana Energiedienste GmbH verwiesen, der die Saga-Großsiedlung Mümmelmannsberg mit rund 6.000 Wohnungen mit günstiger Fernwärme versorge. Auf Anfrage des Wochenblatts, ob Urbana auch ein anderes Wohngebiet mit Fernwärme versorgen könne, erklärte Sprecherin Cordula Büchse: „Ja, da wir das nicht nur in Mümmelmannsberg machen, sondern an Hunderten von Standorten in ganz Deutschland tun.“ Angesprochen auf die potenzielle Versorgung in Eidelstedt-Nord gibt sich das Unternehmen diplomatisch: „In der Regel handelt es sich bei der Energieversorgung um langfristige Verträge. Diese müssen öffentlich ausgeschrieben werden.“
Doch von einer öffentlichen Ausschreibung der Energieversorgung in Eidelstedt-Nord ist bisher nicht die Rede. Vielmehr verhandelt die Saga/GWG derzeit nur mit E.ON. Das Ergebnis steht angeblich schon fest. Gegenüber dem Wochenblatt hatte Saga/GWG-Sprecher Dr. Michael Ahrens noch am 19. September per E-Mail erklärt: „E.ON Hanse wird in den genannten Wohnungen am Hörgensweg wegen der Fernwärmeversorgung auch künftig Energielieferant bleiben.“ Grund dafür seien technische Gegebenheiten: „Ein etwaiger Wechsel zu einem anderen Anbieter ist vor diesem Hintergrund nicht möglich.“ Damit wären die Saga/GWG-Mieter auf ewig an E.ON gebunden.
Zudem stellt sich die Frage, warum das städtische Wohnungsunternehmen immer noch verhandelt, wenn man eh bei E.ON bleiben wolle. Die Frage, ob auch mit anderen, möglicherweise günstigeren Anbietern verhandelt werde, hatte
der Saga-Sprecher nicht
beantwortet.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.