Umstrittener Umzug steht an

Sie freuen sich über den Beginn der Sanierungsarbeiten an der Christuskirche: Pastor Dirk Fanslau (l.), Irina Dechow, Mitglied des Kirchengemeinderates, und Pastor Christian Affeld. Foto: da
 
Vor zehn Tagen wurde zum vorerst letzten Mal ein Gottesdienst in der Christuskirche gefeiert, direkt danach wurden die Bänke abmontiert und die gesamte Kirche für die Sanierungsarbeiten vorbereitet. Foto: da
Hamburg: Christuskirche Eidelstedt |

Christuskirche für Sanierung geschlossen – jetzt sonntags Gottesdienste am Dallbregen

René Dan, Eidelstedt
Die Christuskirche Eidelstedt ist jetzt leergeräumt: Die Bänke wurden abmontiert, nichts liegt auf dem Altar, während das große Kreuz an der Wand wie auch das Taufbecken in Noppenfolie verpackt sind. Der Grund: Das Gotteshaus am Halstenbeker Weg soll saniert und vergrößert werden. Ab sofort ist die Christuskirche für mehr als ein Jahr geschlossen.
„Wir hoffen, im Advent 2013 wieder Gottesdienste in der Christuskirche zu feiern“, sagt Pastor Dirk Fanslau vorsichtig. Auch Pastor Christian Affeld und Irina Dechow, Mitglied des Kirchengemeinderates und des Bauausschusses der Gemeinde, halten sich mit genauen Prognosen zurück. Zu oft mussten Zeitpläne wieder geändert werden, nachdem Architekten immer neue Hindernisse für den fristgerechten Start der Bauarbeiten genannt hatten.
Doch jetzt geht’s los. Und so wird die dreigeteilte Glaswand mit Christus als zentralem Motiv wohl bald ausgebaut, um später in renoviertem Zustand wieder eingesetzt zu werden. Auch das Heizungs- und Lichtsystem werden erneuert. Des Weiteren soll rechts vom Altar eine sogenannte Alltagskapelle entstehen, die einzelnen Besuchern Momente der Ruhe ermöglichen soll.
Zudem bekommt das Gotteshaus einen Erweiterungsbau, der für Veranstaltungen sowie für große Gottesdienste genutzt werden kann. „Die Christuskirche kann künftig von bislang rund maximal 350 Besuchern auf rund 450 Besucher erweitert werden“, erklärt Pastor Fanslau. Dieser mehrfach nutzbare Raum bildet zudem den Übergang zum neuen Gemeindehaus, das auf der Wiese zur Straßenseite hin ab Ende des Jahres gebaut werden soll.
Die Kirchengemeinde Eidelstedt als Bauherrin lässt sich ihr Vorhaben einiges kosten: „Die Sanierung der Kirche wird rund 500.000 Euro kosten, und das Gemeindezentrum – einschließlich Investitionen in Außenanlagen – rund zwei Millionen Euro“, erklärt Pastor Fanslau.
Für Abendandachten und für Gemeindegruppen treffen sich Gläubige weiterhin im bisherigen Gemeindehaus am Halstenbeker Weg 22. Die morgendlichen Sonntagsgottesdienste (siehe Info-Kasten) aber und die kreativen „MomentMal-Gottesdienste“ werden in der früheren Johanneskirche gefeiert.

„Wir muten den Menschen viel zu“
In einer feierlichen Zeremonie hatten sich die Gläubigen im April vergangenen Jahres von der Marienkapelle und der Johanneskirche verabschiedet: Die Gemeindearbeit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Eidelstedt sollte – außer auf die Elisabethkirche – auf die Christuskirche konzentriert werden. Mehr als ein Jahr später wird jetzt die Marienkapelle abgerissen, um auf dem Grundstück einen großen Kindergarten zu errichten. Eigentlich sollte auch in den Räumen des Johannes-Gemeindezentrum ein größerer Kindergarten entstehen. Doch hier verzögerte sich der Prozess – und jetzt werden am Dallbregen 1 sonntags wieder Gottesdienste gefeiert.
„Wir muten den Menschen viel zu“, räumt Pastor Christian Affeld ein. Tatsächlich war der Umzug bei den Gläubigen umstritten, doch die Mehrheit sprach sich für die vorübergehende Verlagerung an den Dallbregen aus. Pastor Dirk Fanslau betont: „Es ist schade, dass der Prozess des Zusammenwachsens in der Christuskirche unterbrochen wird – aber langfristig wird er gelingen.“
Der Familiengottesdienst zum Erntedankfest am Sonntag, 30. September, um 11 Uhr wird der erste Gottesdienst sein, der wieder in den früheren Johannes-Kirchenräumen gefeiert wird. Wer vom Gemeindebus abgeholt werden will, ruft im Kirchenbüro an: Tel. 20 94 85 70. da
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