Umbruch im Wichmannhaus

Zum 31. Dezember verlässt der Beschäftigungsträger Hamburger Arbeit das Wichmannhaus. Foto: da
Hamburg: Wichmannhaus |

Der Anbieter Hamburger Arbeit hört auf, „SBB Kompetenz“ folgt – noch Mietflächen frei

René Dan, Eidelstedt
Die meisten Würfel sind gefallen: Der Beschäftigungsträger Hamburger Arbeit (hab) verlässt zum 31. Dezember das Wichmannhaus. Rund 200 Quadratmeter des Nachbarschaftshauses übernimmt die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft SBB Kompetenz. Wer zwei weitere Bereiche des Wichmannhauses übernimmt, so Saga/GWG-Pressesprecher Dr. Michael Ahrens, „entscheidet sich in diesen Tagen“.
Laut Pressesprecher Ahrens ist die „Saga/GWG sehr zuversichtlich, dass das Wiechmannhaus zum 1. Januar 2013 sofort wiedervermietet wird“. Für die noch freien 369 Quadratmeter laufen „derzeit sehr intensive Gespräche mit einem möglichen Nachmieter“. Der Bereich wiederum, den auch Anwohner mieten konnten, übernimmt die SBB Kompetenz.
„Wir versuchen, Arbeitslose für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren“, erklärt Thomas Anklam, Chef der Hamburger SBB Kompetenz. „Wir werden das hab-Projekt ‘Mein Stadtraum’ fast 1:1 fortführen“, erläutert der Diplom-Pädagoge. So werde es weiterhin eine Tauschbörse geben: Menschen mit geringem Einkommen können somit weiterhin beispielsweise Kleider, Bücher oder CDs tauschen.
Zudem können Anwohner künftig ebenfalls den Gemeinschaftsraum mieten. Am Hörgensweg 59e werden „zwei, wahrscheinlich drei Mitarbeiter“ der SBB Kompetenz 25 Ein-Euro-Kräfte anleiten, so Anklam.
Die hab wird dann Eidelstedt verlassen haben – als Folge eines Beschlusses der Sozialbehörde. Das städtische Unternehmen muss den Bereich der Ein-Euro-Kräfte aufgeben. Dieser Beschluss ist eine Reaktion auf die Rotstiftpolitik der Bundesregierung im Bereich der sogenannten „Arbeitsgelenheiten“.
Die Folgen sind für die hab-Mitarbeiter fatal: Hatten im April noch rund 180 Beschäftigte beim Träger gearbeitet, sind es derzeit rund 100 Beschäftigte, und im Januar werden es lediglich „etwas über 50 Mitarbeiter“ sein, so hab-Pressesprecherin Heike Baumann. Die anderem Beschäftigten wurden teils entlassen, teils liefen Verträge aus.
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