Tatort Wohnung

Achtung, Einbrecher: In Hamburg ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent gestiegen. (Foto: pr)

Kriminalstatistik: Starke Zunahme von Einbrüchen in Eidelstedt und Lurup

Christopher von Savigny, Eidelstedt/Lurup

In Hamburg wird immer häufiger in Wohnungen eingebrochen, laut Kriminalstatistik für 2015 stiegen die Fallzahlen um 20,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch größere Zuwachsraten gibt es für Eidelstedt und Lurup: Hier liegt der Anstieg bei 58 und 46,7 Prozent. Aufgrund der hohen Anzahl an Fällen hatte die Hamburger Polizei vergangenes Jahr die Sonderkommission „Castle“ gegründet, die Anfang Mai ihren bislang größten Erfolg verbuchen konnte: Einem 26-Jährigen, der den Beamten auf der Reeperbahn ins Netz ging, werden insgesamt 200 Einbrüche zur Last gelegt. Seine Beute: vornehmlich Uhren, Schmuck und Handys.
Auch für Lurup sieht die Polizei einen Einzeltäter als Hauptverantwortlichen: „Es kann festgestellt werden, dass hier im Jahr 2015 durch die Sachbearbeitung unter anderem eine Serie von mindestens 19 Einzeltaten festgestellt und einem Täter zugeordnet werden konnte“, sagt Polizeisprecherin Tanja von der Ahé. Allerdings wollen die Ermittler das Ergebnis aufgrund der „geringen“ Fallzahl – in Lurup von 150 auf 220 – nicht überbewerten. „Eine hohe prozentuale Steigerung ist hier schon bei verhältnismäßig geringen absoluten Zunahmen der Fallzahlen erreicht“, so die Sprecherin weiter. Allein die 19 erwähnten Delikte machten schon einen Anteil von 8,6 Prozent der 220 festgestellten Taten aus.

Anstieg in Eidelstedt: Hintergründe unbekannt

Keine Erklärung hingegen hat die Polizei für den – noch deutlicheren – Anstieg der Wohnungseinbrüche in Eidelstedt. Dort sei eine derartige Serie nicht bekannt. „Hintergründe zu der hier besonderen Steigerung können nicht genannt werden“, erklärt von der Ahé.
Ebenfalls einen kräftigen Anstieg hat Eidelstedt bei Autodiebstählen und -aufbrüchen zu verzeichnen (plus 42,1 und plus 28,1 Prozent). Die Anzahl der Ladendiebstähle ist hingegen deutlich zurückgegangen (minus 37,7 Prozent). Laut Polizei sind die Gesamtzahl der hamburgweit erfassten Delikte sowie die Aufklärungsquote – aktuell liegt sie bei 43,8 Prozent – weitgehend stabil geblieben.
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