Streit um Taxistand am Ekenknick

Parken nur noch für Taxis: Vier Plätze direkt vor der Ladenzeile am Ekenknick sind weggefallen – zum Unmut der Geschäftsleute. (Foto: rs)
Hamburg: Ekenknick |

Parkplätze weg: Eidelstedter Einzelhändler sind wütend

Reinhard Schwarz, Eidelstedt
Unangenehme Überraschung am viel befahrenen Ekenknick: In der vergangenen Woche wurden vier Parkplätze vor der dortigen Ladenzeile in Stellplätze für Taxis umgewidmet. Wer dort parkt, muss nun mit einem Knöllchen rechnen. Die örtlichen Kaufleute laufen Sturm gegen diese Maßnahme.
„Wir haben viele ältere Kunden, die ungern in die Parkhäuser fahren“, sagt Optikerin Inken Krille, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Eidelstedt. „Zudem sind wir über diese Umwidmung nicht informiert worden.“
Ersatz für Taxi-Stellplätze
am Busbahnhof
Laut Wilfried Wulff vom Polizeikommissariat 27 habe die Straßenverkehrsbehörde diese Maßnahme angeordnet: „Das Taxengewerbe hat den Bedarf formuliert.“
Durch den Umbau am Busbahnhof Eidelstedter Platz im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms seien Stellplätze für die dortigen Taxis weggefallen. Daher habe Ersatz geschaffen werden müssen, so Wulff. Das sei rechtlich in Ordnung: „Die Taxen gehören zum Öffentlichen Personennahverkehr und haben Anspruch auf bestimmte Parkmöglichkeiten.“ Auch sei es nicht möglich, sämtliche Anlieger über eine bestimmte Maßnahme zu informieren, so der leitende Polizeibeamte. „Wir sind durchaus bemüht, Wünschen gerecht zu werden, doch manchmal geht das nicht“, versucht Wulff die Wogen zu glätten. Allerdings gibt es im vorderen Bereich des Ekenknicks, kurz vor der Einmündung Pinneberger Chaussee, bereits seit Längerem etwa vier separate Stellplätze für Taxis. Doch die rund acht Taxi-Plätze im Ekenknick werden nicht immer genutzt, sind häufig leer, beobachten Geschäftsleute.
Ursprünglich wurde im Regionalausschuss für Stellingen und Eidelstedt diskutiert, einen Teil des Taxistandes in die Pinneberger Chaussee etwa in Höhe des Imbisses Barthmann zu legen. Doch da hatte es Proteste aus Reihen der Politik sowie der Interessengemeinschaft gegeben. Wulff deutete an, dass möglicherweise das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
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