Stadtteilhaus: Notruf aus Lurup

Böv 38: Träger fordert mehr Geld vom Bezirk Altona – sonst werde der Betrieb eingeschränkt

Streit um Geld gibts schon jahrelang, nun setzt das Stadtteilhaus Lurup erneut einen Notruf ab: 27.000 Euro zusätzlich brauche das Haus im Böverstland 38, sonst drohen Einschränkungen des Betriebs.
Laut Trägerverein Böv 38 fehlt vor allem Geld für das Personal. Bisher habe der Bezirk Altona Finanzierungslücken gestopft. Passiere das nun nicht, könne der Verein Hausmeister, Reinigungskräfte, Raumkoordinatoren und Geschäftsführung mit weniger Stunden beschäftigen. Die Folge: Eingeschränkte Öffnungszeiten – vermutlich nur dienstag bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr.
Hintergrund: Bis 2015 bekam Böv 38 insgesamt 142.000 Euro jährlich. Seit diesem Jahr sind nur noch 88.000 Euro vorgesehen. Mitte 2016 soll ein neuer Träger das Haus übernehmen. Welcher Verein oder welche Organisation das wird, ist noch offen. Ebenso, was genau mit dem reduzierten Budget angeboten werden kann.

„Der Bezirk Altona kann das allein nicht stemmen“


In der Bezirkspolitik kennt man das Problem, weiß aber auch nicht so recht, wie es gelöst werden soll. Stefanie Wolpert (Grüne), Vorsitzende des Kulturausschusses, weist darauf hin, dass der Bezirk 50.000 Euro aus dem Quartiersfonds für Böv 38 ausgibt. Von der Kulturbehörde gibt es 38.000 Euro. Politikern wie Aktiven aus dem Stadtteil ist schon lange klar: Das ist zu wenig für
gute Stadtteilarbeit. Aber woher soll mehr Geld kommen? „Allein der Bezirk kann das nicht stemmen“, so Wolpert. Daher habe Altona von der Kulturbehörde gefordert, die Gesamtförderung für die Stadtteilkulturzentren im Bezirk
Altona um 180.000 Euro zu erhöhen. Aussicht auf Erfolg: ungewiss.
Laut SPD-Fraktion Altona liege die Verzögerung aktuell daran, dass Böv 38 einen Förderantrag überarbeiten müsse und dieser noch nicht geprüft werden konnte. „Wir wollen, dass das Stadtteilkulturzentrum Lurup erhalten bleibt. Wir haben uns seit Anfang an dafür stark gemacht, dass ihre Mittel durch den Quartiersfonds um 50.000 Euro erhöht werden und somit jährlich 88.000 Euro zur Verfügung stehen. Damit kann die Stadtteilkulturarbeit in Lurup auch für die Zukunft weiterentwickelt werden“, so Anne-Marie Hovingh (SPD). Heißt: Bleibt so, mehr Geld gibts wohl nicht.
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