Sie unterstützen soziale Initiativen

Ehrenamtliche unterstützen Ehrenamtliche: die „Heldenberater“ mit Vorstandsmitglied Hilke Posor (dritte v.l.). (Foto: Heldenrat e.V.)

Eidelstedter Verein „Heldenrat“ ist zehn Jahre alt geworden

Von Christopher von Savigny, Eidelstedt

Ursprünglich hatte sie lediglich vorgehabt, ein soziales Projekt für drei Monate zu begleiten. Doch Hilke Posor fing Feuer. „Warum gibt es solche Hilfen nicht das ganze Jahr über, ohne Hürden und kostenfrei?“, fragte sie sich. Die Idee für den Heldenrat war geboren.
Heute hat der gemeinnützige Verein „Heldenrat – Beratung für soziale Bewegungen“ rund 15 ehrenamtliche Mitarbeiter. Von seinem Stammsitz in Eidelstedt aus berät, coacht und qualifiziert der Verein soziale Hamburger Initiativen, die sich kos-tenlose Unterstützung holen möchten. In diesem Jahr hat der Heldenrat seinen zehnten Geburtstag gefeiert. „Wir freuen uns sehr, dass aus dieser Idee eine dauerhafte Anlaufstelle für bürgerschaftliches Engagement geworden ist“, sagt Vorstandsmitglied Posor. „Auch gemeinnützige Projekte brauchen häufig Rat bei Management- und Organisationsfragen. Wir wollen mit unserer Arbeit gerade die unterstützen, die sich das sonst nicht leisten können.“
Wie das Ganze praktisch funktioniert, erläutert Vereins-mitglied Linda Kleemann an einem Beispiel: „Wir hatten kürzlich eine Selbsthilfegruppe für Behinderte hier, deren Krankenkassenförderung ausgelaufen war“, erzählt die „Heldenberaterin“ (so nennen sich die Ehrenamtlichen). „Da ging es um das Thema Fundraising: Wie baue ich eine Struktur auf? An wen kann ich mich wenden? Wie kann ich das erfolgreich aufziehen?“ Grundsätzlich, so Kleemann, gebe man kein festes Konzept vor, sondern orientiere sich an den Erfahrungen sowie an den Stärken und Schwächen der Gruppe. Dies geschehe üblicherweise in Workshops, die alle ein bis zwei Monate stattfänden. „Wenn man von außen einen festen Rahmen vorgibt, versteht das keiner“, so Kleemann.
Auch eine Urban-Gardening-Initiative habe sich mithilfe des Heldenrats deutlich weiterentwickeln können. „Die hatten unerwartet viel Zulauf bekommen und mussten sich erstmal neu strukturieren.“
Die Mitarbeiter des Heldenrats sind durchweg berufstätig und zwischen 30 und 65 Jahre alt. Finanziert wird die Arbeit über Spenden. Im Laufe der Jahre hat der Hamburger Verein Außenstellen in Berlin, Kiel, Bremen, Köln und Lüneburg gegründet.

❱❱ www.heldenrat.org
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