Schwer krank und ohne Geld

Gabi Déri, Josef Déri und Gabriella Koszó aus Tóalmás in Ungarn leben in ärmlichen Verhältnissen in einer Einzimmerwohnung. Foto: pr

Osdorfer Victor Ulman bittet um Hilfe für ungarische Familie: „Sie leben am Existenzminimum“

Gaby Pöpleu, Osdorf
Er selbst ist schon 93 Jahre alt und pflegebedürftig. Doch der Osdorfer Victor Ulman denkt nicht an sein eigenes Befinden sondern an andere. Sein größter Wunsch: Hilfe für eine ungarische Familie. „Dies ist mein dringender Hilferuf für ein unter dem Existenzminimum lebendes schwerkrankes Ehepaar mit einer geistig behinderten Tochter, damit diese, mindestens zu Weihnachten, nicht hungrig in einer ungeheizten Wohnung zur Bett gehen müssen“, schreibt er an die Redaktion.
Ulmann hat die Familie Koszó/Déri in ihrer Einzimmerwohnung besucht. „Sie leben in unbeschreiblichem Elend“, sagt er: Die zierliche, nur 145 Zentimeter große Gabriella Koszó (71) hat bereits mehrere Krebsoperationen hinter sich. Trotzdem ernährt sie allein die dreiköpfige Familie mit ihrer mageren Rente – umgerechnet 160 Euro – und dem Geld, das sie mit putzen verdient. Deshalb steht Gabriella Koszó jeden Tag im Morgengrauen auf, versorgt ihre Familie, reist ins 50 Kilometer entfernte Budapest, um zu arbeiten. Abends kommt sie um 20.30 Uhr oder 21.30 Uhr zurück, kümmert sich erneut um ihre Familie und kocht für den nächsten Tag vor. Gegen Mitternacht kommt sie endlich ins Bett. Die geistig behinderte Tochter Gabi Déri (33) und der erwerbsunfähig kranke Ehemann Josef Déri (75) können zur Familienkasse nichts beitragen.
Die Aktion für Familie Koszó/Déri ist nicht die erste Ulmans. Seit 28 Jahren versucht der Osdorfer, armen Ungarn zu helfen. Sein Grund ist ungewöhnlich: Dankbarkeit für Ungarns politische Haltung 1989. Denn damals habe das Land „durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs für die DDR-Bürger den Sturz des DDR-Regimes und somit die Wiedervereinigung Deutschlands“ eingeleitet, erinnert Ullmann. „Ich habe mich entschlossen, diesen Menschen aus Dankbarkeit bis zu meinem letzten Atemzug zu helfen.“
Ulman gründete 1989 sein „Organisationszentrum für Humanitäre Hilfe“, warb zunächst einige Hundert Spender an. Das Verkehrsministerium unterstützte seine ersten Transporte. Ulmans Hilfe soll heute vor allem den älteren weit unter dem Existenzminimum lebenden Menschen zukommen. Weitere Infos liefert Victor Ulman
per E-Mail an humanhilfe@ gmail.com

Hilfe für Gabriella und ihre Familie
Wer der Familie helfen möchte, kann in einem Weihnachts-päckchen in einem Schuhkarton neben Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs auch eine Geldspende versenden. „Bis jetzt ist immer alles angekommen“, sagt Victor Ulman. Gabriella Koszó bedankt sich für jede Spende mit einem Brief, so dass Spender eine
Bestätigung bekommen, dass das Päckchen angekommen ist.

Gabriella Koszó
Bajcsy Zsilinszky Utca 8
2252 Tóalmás
Ungarn
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