Schul-Neubau aufgeschoben?

Lang ersehnt, nun verschoben: Der Neubau für die Geschwister-Scholl-Schule wird etwa ein Jahr später ferrtig als geplant. grafik: pr

Geschwister-Scholl-Stadtteilschule: Stadtteilkonferenz befürchtet Benachteiligung

Carsten Vitt, Osdorf/Lurup

Im Mai sollte es losgehen mit dem lang erwarteten Neubau für die Geschwister-Scholl-Schule (GSS). Doch bisher tut sich nichts. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist geplant?
Ein kompletter Neubau der in die Jahre gekommenen Schule zwischen Böttcherkamp und Glückstädter Weg. „Zum ersten Mal mussten die Architekten der Pädagogik folgen“, betonte Schulleiterin Karin Natusch Ende 2016 stolz. Die Ergebnisse: Ein Schulgebäude mit ungewöhnlichen Grundrissen, eine neue Sporthalle, und das Haus der Jugend bleibt weiter in dem Gebäudekomplex integriert. Im Mai sollte mit dem Abriss der ersten Gebäude begonnen werden, doch das ist nicht der Fall.

Ist das so schlimm?
Die Stadtteilkonferenez Osdorfer Born sieht in dem Verzug ein fatales Signal. „Die Situation und Stimmung in der GSS hat sich seit der Neubauplanung erheblich verbessert. Nach ehemals geringen Anmeldezahlen startet der Jahrgang fünf in diesem Sommer vierzügig. Die Entwicklung schlägt sich in der positiven Identifizierung der Schüler mit ihrer Schule und ihrem Stadtteil und in verstärktem Elternengagement nieder“, so die Aktiven des Gremiums. Dieser positive Prozess dürfe nicht gestoppt werden, da so ein Gefühl der Benachteiligung entstehen könnte.

Was sagt die Schulbehörde?

Der Neubau der GSS sei ein „anspruchsvolles Bauvorhaben“, dabei seien Verzögerungen durchaus üblich. Das bedeute aber nicht, dass andere Schulen vorgezogen würden. Sprecher Peter Albrecht geht derzeit davon aus, dass die Geschwister-Scholl-Schule etwa 2020/2021 fertig sei – also grob ein Jahr später als ursprünglich geplant. Ende 2016 hieß es noch, der Neubau sei bis Dezember 2019 fertig.
Vorbereitende Arbeiten sollen laut Albrecht noch in diesem Jahr beginnen. Die Schulleitung werde darüber informiert.

Steckbrief
Fläche der neuen Schule: 11.440 Quadratmeter
Kosten: 36,3 Millionen Euro
Nutzer: Bis zu 900 Schüler, etwa 100 Lehrer
Baubeginn: 2017
Fertigstellung: bis 2021
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