S-Bahnhof Elbgaustraße: So eine Schmuddel-Ecke!

Das teilweise einsehbare Glaspissoir ist der Schandfleck der ganzen Anlage, und es stinkt. (Foto: rs)
Hamburg: S Elbgaustraße |

Kommunalpolitik fordert Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Anlage

Von Reinhard Schwarz, Eidelstedt

Ein ekliges Pissoir, schmuddelige Müllkörbe, dunkle Dreckecken: Der Bus- und S-Bahnhof Elbgaustraße wirkt schäbig und ungepflegt. Tausende Fahrgäste wechseln hier täglich von der S-Bahn auf die Busse oder umgekehrt. Während 2006 anlässlich der Fußball-WM der vorher düstere und fast verrottete S-Bahnhof Eidelstedt (nahe dem Volksparkstadion) vorzeigbar neugestaltet wurde, schieben Deutsche Bahn (DB) und Hamburger Verkehrsverbund (HVV) die dringend nötige Renovierung des Elbgau-Bahnhofs vor sich her.
Auch bei nötigen Reparaturarbeiten kommen die Verantwortlichen nur verspätet in die Puschen. So ist die einzige Rolltreppe schon seit einigen Wochen gesperrt. Kürzlich funktionierten weder der Fahrstuhl noch die Rolltreppe. Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer hatten das Nachsehen, Mütter mit Kinderwagen quälten sich die Treppen hoch.
Kürzlich griff die Kommunalpolitik das Thema auf und sparte nicht mit Kritik.
„Der Vorplatz macht einen schändlichen Eindruck“, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen im Regionalausschuss Stellingen. „So gibt es ein von allen Seiten einsehbares gläsernes Pissoir nur für Männer, wo unmittelbar daneben ein Busstopp ist und Fahrgäste aussteigen.“
Der S-Bahnhof Elbgaustraße sei „der wichtigste Umsteigepunkt für die Eidelstedter und die Nachbarstadtteile“, erklärt Philip Engler (Grüne). „Doch die Situation ist unbefriedigend.“ Die SPD fordert „eine komplette Neugestaltung des Bahnhofsbereichs“, erklärt der Bezirksabgeordnete Peter Schreiber. Das Umsteigen müsse „einfacher, sicherer und angenehmer“ werden.
Der HVV hat auf eine Anfrage des Wochenblatts nicht reagiert.
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